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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Kenner.

womit  die  Unterschiede  der  Entfernungen  für  die  Stationen
südlich  vom  Pirn  beträchtlich  herabgemindert,  für  die  nördlichen ­
  ganz  beseitigt  werden.
Ich  finde  hier  Gelegenheit,  ein  Missverständniss  zu  beleuchten, ­
  welches  Kohn  veranlasste,  mir  eine  Behauptung  zuzumuthen,
  die  ich  nicht  gemacht  habe.  Wie  oben  gesagt  wurde,
hielt  ich  früherhin  die  Unterschiede  der  Entfernungen  bei  den
Stationen  der  beiden  Verzeichnisse  für  eine  Folge  ihrer  Verschiebung ­
  in  der  Tabula  und  war  bestrebt,  sie  deutlich  und
kurz  in  einer  Durchschnittszahl  darzustellen.  Die  Stationen
des  Itinerars  und  die  ihnen  entsprechenden  je  zweiten  der
Tabula  ergaben  für  ihre  Abstände  von  Virunum  1  sechs  Unterschiede ­
  von  7,  4,  5,  5,  5,  7  zusammen  33  mp.,  also  im  Durchschnitte ­
  5 1 /. 2  mp.  Um  nun  zu  zeigen,  dass  auch  die  inzwischen
fallenden  Stationen  verlegt  worden  seien,  und  um  für  die  Berechnung ­
  der  Unterschiede  der  Entfernungen  derselben  gleichfalls ­
  eine  Durchschnittszahl  zu  gewinnen,  wollte  ich  auch
sie  zur  Vergleichung  heranziehen.  Da  nun  das  Itinerar  die
Mutationen  nicht  nennt,  so  stellte  ich  deren  n  ormale  Entfernungen ­
  ein,  indem  ich  beifügte,  dass  sie  zumeist  in  der
Hälfte  der  Entfernung  der  grösseren  Orte  angelegt  gewesen
seien;  sie  sollten,  wie  ich  ausdrücklich  sagte,  als  Anhalte  zur
Vergleichung  mit  den  Zwischen  Stationen  der  Tabula  dienen.
Ich  habe  also  nur  die  halben  Entfernungen  der  Stationen
des  Itinerars  eingestellt,  und  nicht  behauptet,  dass  auf  ihre
Endpunkte  alle  Wechselstellen  auch  in  Wirklichkeit  eingefallen
seien,  sondern  ich  habe  sie  nur  als  die  normalen  den  effectiven
  Distanzen  der  Tabula  entgegengestellt,  und  sie  nur  für
die  in  Rede  stehende  Route,  endlich  auch  hier  nur  für  den
Zweck  der  Vergleichung  und  Gewinnung  einer  Durchschnittszahl ­
  angewendet.  Für  diesen  Zweck  ist  es  nun  ganz  gleichgiltig,
  ob  die  normalen  oder  effectiven  Distanzen  benützt  werden;
denn  es  handelt  sich  hier  um  je  zwei  Theildistanzen  zwischen
je  zwei  grösseren  Stationen;  wenn  die  eine  effectiv  grösser
oder  kleiner  ist  als  das  Normale,  so  gleicht  sich  dies  aus  dadurch, ­
  dass  dann  die  andere  respectiv  kleiner  oder  grösser

1  Diese  Abstände  sind  für  das  Itinerarium:  20,  50,  68,  98,  118,  138  (153);
für  die  Tabula:  27,  54,  73,  103,  123,  145  (153).  >
            
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