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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Ernolatia.

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Strasse  zwei  bedeutende  Gebirgsübergänge  und  auch  sonst
nicht  unerhebliche  Terrainschwierigkeiten  zu  überwinden  hatte,
Avas  für  die  neue  Eintheilung  das  wichtigste  Motiv  abgeben
musste.

Die  Verschiedenheit  der  Namen,  welche  in  beiden
Verzeichnissen  für  die  Stationen  südlich  vom  Pirn  erscheinen,
rief  in  mir  früher  die  Ansicht  hervor,  dass  auch  die  Unterschiede ­
  ihrer  Entfernungen  von  einander  und  von  Virunum
aufrecht  erhalten  werden  müssten,  und  dass  beide  Erscheinungen ­
  auf  eine  durchgehende  Verlegung  der  Stationen  in  der  Zeit
ZAvischen  der  Abfassung  beider  Verzeichnisse  hindeuten.  Ich
stellte  daher,  um  in  dem  Verhältnis  der  Distanzen  des  Itinerars
  zu  jenen  der  Tabula  keine  Aeuderung  hervorzurufen,  das
ganze  Minus  des  Itinerars  (XV  mp.)  auf  die  letzte  Distanz
(Ovilava  XXXV).  Jene  Unterschiede  der  Entfernungen,  unter
sich  allerdings  abwechselnd,  ergaben  im  Durchschnitte  nahe
5  mp.,  ein  Ausmass,  gross  genug,  um  einerseits  die  Verlegung
aller  Stationen  des  Itinerars  in  jene  anderen  Orte  der  Tabula
anzunehmen,  welche  diese  südwärts  vom  Pirn  nennt,  andererseits ­
  doch  nicht  zu  gross,  um  die  Voraussetzung  zu  begründen,
dass  ungeachtet  der  Verlegung  die  Stationen  nordwärts  vom
Pirn  in  denselben  Ortschaften  verblieben,  wo  sie  sich  früher
befanden.  Demi  die  enge  Schlucht  der  Steier  und  des  Weges
zur  Hölie  des  Ueberganges  über  den  Pirn  Hessen  es  gerechtfertigt ­
  erscheinen,  sehr  langgestreckte  Ortschaften,  Avie  deren
noch  heute  dort  bestehen,  anzunehmen.  Ich  habe  dabei  nicht
unterlassen,  auf  die  Verschiedenheit  der  Bedingungen  hinzu-Aveisen,
  Avelche  in  dem  Thal  der  Steier  das  Aufkommen  zahlreicher ­
  Ortschaften  verhinderten,  während  sie  das  Aufblühen
solcher  südwärts  vom  Pirn  begünstigten.  Diese  Ansicht  nun,
von  einer  durchgehenden  Verlegung  aller  Stationen,  nehme  ich
zurück,  nicht  auf  die  Bemerkungen  Kohn’s  hin,  Avelche  ja,  an
sich  betrachtet,  keine  Gründe  enthalten,  die  dagegen  sprechen
würden,  sondern  Aveil  die  vollständige  Restitution  der  Concordanz
  beider  Verzeichnisse  mit  dem  südlichen  Anstieg  auf  den
Tauern,  Avie  ivir  gesehen,  die  Erhöhung  der  Meilenzahl  bei
Candalicae  von  >XX  auf  XXV  mp.  verlangt  (oben  S.  545),
            
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