Ernolatia.
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Knotenpunkte liegt, in der einen Richtung- als Durchfahrtstation,
in einer anderen als Anfangs- und Endstation genannt
wird, ebenso erscheint Lauriacum im Itinerar als Knotenpunkt,
an dem sich verschiedene Richtungen scheiden. Daher wird
es ausser in den grossen Reisen a Sirmi per Sopianas Treveros
usque (p. 235) und per ripam Pannoniae a Tauruno
in Gallias ad leg. XXX (p. 249) für folgende Fahrten und
Richtungen aufgeführt: a) a Lauriaco Veldidena (p. 256),
b) a Lauriaco per medium Augusta Vindelicum usque Brigantia
(p. 258), c) ab Aquileia Lauriaco (p. 276); Virunum
dagegen erscheint nur einmal (p. 276), und zwar als Durchlahrtstation.
An und für sich ist es ja das Natürliche, dass
alle Postfahrten ineinander greifen und nur einen End- und
Ausgangspunkt haben — die Hauptstadt des Reiches —
,alle Wege führen nach Ronr. Im Einzelnen, für kleinere
Reisen ist der Begriff Endpunkt sehr relativ, er hängt nicht
von der Post, sondern vom Reisenden ab. — Wenn ferner
Virunum und Lauriacum im Itinerar als Schlusspunkte von
Tagreisen, also als Mansionen erscheinen, so entscheidet dies
für unsere Frage nichts. Denn die Tabula gibt weder Mansionen
noch Mutationen an, während das Itiuerarium Antonini
nur erstere, das Hierosolymitanum beide anmerkt. Aus dem
Vergleiche der letzteren wird sich weiter unten ergeben, dass
Umlegungen von Stationen im Einzelnen und auf ganzen
Strecken, sowie Umgestaltungen von Mansionen in Mutationen
in der That vorgefallen sind. Man ist daher keineswegs berechtigt
oder gar gezwungen, die Eintheilung der Mansionen
im Antoninianum auch der Tabula zuzuschreiben.
Die Thatsache, welche Kohn bezüglich der Civitates im
Itinerarium Hierosolymitanum gefunden hat, besteht lediglich
darin, das dieses jene Orte, welche Civitates waren, als solche
allein und nicht als Mansionen anführt. Daraus folgt nun
keineswegs, dass in allen Civitates Nachtherbergen der römischen
Post angelegt gewesen seien; mit viel grösserem Rechte
wird man das Gegentheil folgern: dass solche Anstalten in den
Civitates gar nicht bestanden haben, weil sie dort nicht nothwendig
waren. Der Zweck der Mansionen war ja doch der,
den Reisenden in kleineren Orten, wo schwer eine entsprechende
Unterkunft zu finden war, eine solche in eigens vom Staate