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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Ernolatia.

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Matucaium  XIV,  Nor  eia  (Teuffenbach)  XXVI,  Tartursanis
  XXIII,  Stiriate  XXV,  Ernolatia  XXIII,  Vetonianis
XXVII,  Ovilia  XV,  wobei  die  erste  und  letzte  Strecke  halbe
Tagreisen  darstellen. 1
Dann  entfallen  auf  die  beiden  Gebirgsübergänge  über
Tauern  und  Pirn  zwei  massige  Tagreisen  zu  25  und  23  mp.;
auf  die  Strecke  von  Matucaium  bis  Noreia  entfallen  26,  auf
den  Murboden  und  die  erste  Terrasse  des  Tauern  (bis  Möderbruck)
  23,  auf  die  Strecke  Windischgarsten  —  Petenbach  die
genau  dem  Terrain  entsprechenden  halben  Tagreisen  von  12
und  15,  zusammen  27  mp.  Ferner  sind  die  hochgelegenen
Nachtherbergen  beseitigt  und  entfallen  die  Mansionen  überhaupt ­
  auf  Orte,  denen  noch  im  Mittelalter  bis  herab  auf  das
Eisenbahn-Zeitalter  die  günstige  Lage  für  den  Verkehr,  und
diese  allein  eine  grössere  Bedeutung  gegeben  hat.  Als  solchen
haben  wir  Petenbach  kennen  gelernt,  Windischgarsten  ist  der
bedeutendste  Ort  des  oberen  Steierthales,  Bottenmann  (Stiriate)
der  wichtigste  für  das  Ennsthal  mit  Rücksicht  auf  die  Tauernstrasse. ­
  Gleiches  haben  wir  für  Teuffenbach  (Noreia)  nachgewiesen. ­
  Dazu  kommt,  dass  die  beiden  letzten  Mansionen
Matucaium  und  Ovilatus  Ortschaften  sind,  in  welchen  je  zwei
Reichsstrassen  zusammentrafen;  bei  ersterer  mündete  die  von
Virunum  über  den  Radstätter  Tauern  nach  Ivavum,  bei  letzterem ­
  die  nordwärts  an  die  Donau  führende  Strasse  in  unsere
Route  ein.  Mit  einziger  Ausnahme  von  Tartursana  (b.  Möderbruok)
  erlangen  wir  also  nach  unserer  Eintheilung  für  die  verschiedenen ­
  Mansionen  der  Tabula  lauter  Mittelpunkte  localen
Verkehres,  während,  um  dies  noch  anzumerken,  die  Mansionen
Kolin’s  (Einöddorf,  Furt,  Trieben,  Windischgarsten,  Ramsau,
Voitsdorf)  mit  einziger  Ausnahme  von  Windischgarsten,  kleine
unansehnliche  Orte  geblieben  sind,  obwohl  die  Richtung  des
Verkehres  durchs  ganze  Mittelalter  herab,  bis  in  die  Zeit  der
Eisenbahnen  dieselbe  war,  wie  in  der  römischen  Epoche.  Von
ihnen  konnten  nur  Furt  und  Ramsau  Bedingungen  eines  lebhafteren ­
  Verkehres  in  ihrer  örtlichen  Lage  finden,  ohne  dass
ihnen  diese  irgend  jemals  wirklich  eine  Bedeutung  gegeben
1  Ihre  Bildung’  ist  in  der  voransteh  enden  Darstellung  der  Distanzen  durch
unterwärts  angebrachte  Klammern  veranschaulicht.
            
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