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Kenner.
deren drei an, von denen der östliche über den Col de le Perthus
nach Narbonne führende hier übergangen wird, weil die
einfallende Mansio Summo Pyreneo (Itin. p. 397) nur 918 Wr.
Fass Höhe hatte. 1 Dagegen der mittlere Uebergang führte
Liber die Einsenkung von Sumport, wohin die meisten Topographen
die entsprechende Mansio Summo Pyreneo (Itin. p. 452)
verlegen; darnach war diese Mansio in einer Höhe von rund
4500 Pariser Fuss erbaut. 2 Der westliche Uebergang ist jener
über Roncesvaux, wo Lapie die dritte Mansio Namens Summo
Pyreneo (Itin. p, 455) sucht. Nach der grossen Karte von
Spanien (1862, Massstab 1 : 200.000) liegt dieser Punkt 3532
Fuss über dem Meere. 3 — Auch der Uebergang über den
grossen St. Bernhard darf hieher gezogen werden, wenngleich
seine Verhältnisse grossartiger sind, als die der bisher genannten
Uebergänge. Die im Itinerar genannte Nachtherbergestelle
Summo Penino (p. 351) entfällt auf den Col du Grand S. Bernard,
in die nächste Nähe des heutigen Hospiz, d. i. 7617 Fuss
über dem Meere. 4 Man sieht am Hospiz um den Tempel des
Jupiter Poeninus eine Sammlung von römischen Alterthümern,
darunter Votivsteine und Votivgaben. 5
Es gab also in der That an den wichtigsten der hohen
Gebirgsübergänge Nachtherbergestellen in einer Höhe von 3500,
4500, 5500, 7600 Fuss über dem Meere; man wird von all’
diesen Fällen nicht sagen können, dass man die Mansionen
nicht auch an tiefer gelegenen Stellen, auf den Abhängen der
Gebirge hätte an legen können, so etwa, dass auf die Scheitel-1
Specialkarte von Frankreich, Blatt 258, Col de le Perthus 290 Meter.
2 Parthey und Pinder im Ortsverzeichnis p. 386: Summo Pyreneo 452
Santa Christina Lapie, Sumport alii. — Vgl. die Höhenprofile zur Karte
von Spanien in Stieler’s Handatlas.
3 Ich konnte die genannte Karte durch die Güte des Herrn Hofrathes
Dr. E. Birk benützen.
4 Daniel, Handb. d. Geographie, III, 125.
5 Desjardin im Texte zu seiner Ausgabe der Tabula p. 36. Unter den
Votivgaben sei einer kleinen Bronzetafel Erwähnung gemacht mit der
Aufschrift: POENINO | PRO • ITV • ET REDITV | C • IVLIVS • PRIMVS
V ' S • L • M, deren Facsimile in der Revue Archeologique VI,
(1862), p. 79.