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Kenner.
Man ersieht daraus, dass nicht blos die drei letzten Concordanzen
bewahrt bleiben, sondern auch die wichtige viertletzte
zwischen dem 54. (55.) und den 73. Meilensteine von
Virunum, welche, wie schon öfter bemerkt, durch die Correcturen
von Morn ms en und Kolm zerstört wird. Auch entspricht die
Länge der Tagreisen durchaus der Bodenbeschaffenheit, was
bei der Gestalt, welche die Wegführung der eben genannten
Gelehrten erhält, bezüglich der letzten Distanz nicht der Fall
ist (vgl. S. 574). Das sind zwei bedeutsame Momente, welche
für unsere Ansicht sprechen.
Wir haben hier nur noch eine Consequenz der letzteren
zu behandeln, die eben weil sie sich naturgemäss aus ihr ergibt,
von Kuhn mit scheinbarem Erfolg gegen unsere Ansicht verwerthet
wird.
Dies ist die Eintheilung der Nachtherbergen und Wechselstellen
auf die Stationen nach der von uns gegebenen Bestimmung.
Zunächst seien jene des Itinerars mit den Bestimmungen
von Mommsen (a) Kohn (b) und mir (c) hier übersichtlich
zusammengestellt.
Candalicae Monate Sabatinca Gabromagus Tutatio
a) Einöddorf b. Mauterndorf Trieben Windischgarsten Kirchdorf
b) Einöddorf Enzersdorf Trieben Windischgarsten Ramsau
c) b. Judendorf Enzersdorf b. Hohentauern Pirn Klaus.
Während nach den Bestimmungen a) und b) die Mansionen
Sabatinca und Gabromagus in die Thäler des Paltenbaches und
der Teichel entfallen, kommen sie nach meiner Bestimmung (c)
auf die Scheitelpunkte der Uebergänge über den Tauern und
Pirn zu stehen. Dagegen spricht sich Kohn auf das entschiedenste
aus. Die Mansionen seien nur in Orte verlegt worden,
in welche die Zufuhr von Lebensmitteln leicht möglich war;
sie seien zugleich und ursprünglich Stationen der marschierenden
Truppen gewesen, welche daselbst Käst hielten, hier also
auch Quartier und Proviant finden mussten. Darum können
als Mansionen nur grössere Orte im Thale, am liebsten am
Ausgangspunkte zweier oder mehrerer Thäler angenommen
werden; dagegen sei es unstatthaft sie auf so beträchtliche und
verlassene Höhen zu verlegen.
Dieser Behauptung widersprechen auf das bündigste andere
hohe Gebirgsübergänge, welche mit Mansionen ausge-