Ernolatia.
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an drei Meilen langen Thal weg ein, welcher vor der Mündung
des Baches in die Traun den Steilrand des Plateaus in der
Nähe von Schauersberg unterbricht. Dadurch bietet dieses
Thal den sehr grossen Vortheil dar, dass eine längs desselben
geführte Strasse nicht nöthig hatte, den Steilrand selbst zu
erklimmen, sondern der Thalfurche folgend in allmählicher
Steigung die Höhe erreichte, in der Weise etwa, wie heute
die von Wels nahe an Schauersberg vorüberziehende kleine
Strasse nach Steinhaus angelegt ist. Sie berührte weiter die
Plöfe Strass, Gassenhof, Steinliof, lauter bezeichnende Namen,
und brauchte keineswegs den Krümmungen des Baches zu
folgen, sondern hatte Spielraum genug, um eine beinahe gerade
Linie nach Süden einzuhalten Bei Littering mag sie den
Aiterbach übersetzt und dessen Thal verlassen haben, um die
Plölie zu gewinnen, welche dieses vom Thale des Petenbaches
trennt. Auf diesem Höhenrücken lief sie fort und stieg etwa
bei Bergern in das Thal des Petenbaches hinab; in dem Orte'
Petenbach selbst erreichte sie einen Punkt, an welchem noch
heute zwei Strassen von keineswegs blos localer Geltung sich
kreuzen, die eine führt von Kirchdorf nach Lambach, in weiterem
Sinne von Steiermark (über den Pirn) und von Steier
an den Inn; die andere von Gmunden und Grünau nach Wels,
Enns und Steier. Die erstere ist es offenbar, welche im J. 993
in einer Vergleichsurkunde zwischen Bischof Christian von
Passau und dem Grafen Arnolf von Lambach erwähnt wird
als ,uia publica que pergit de pettinbach usque ad Egininsteinf
(Egenstein an der Ahn). 1 Soweit wird die Strasse als Grenze
eines Waldes erwähnt. Nach verschiedenen Stellen, welche
Du Cange im Glossar, dipl. (VI 799) aus alten Gesetzen sammelte,
fallen die Ausdrücke via publica, Regia und militaris
zumeist zusammen und bezeichnen die auf öffentliche Kosten
erbaute und gepflasterte (munita) Heeresstrasse für deren
Himensionen gewisse Bestimmungen getroffen waren, deren
Passage frei war und von Niemand gesperrt werden durfte,
die endlich zu einer Stadt, einer Burg oder einem Hafen führte.
Wenn unsere via publica sich von Petenbach aus, nordwestlich
m der Richtung nach Egenstein fortsetzte, so muss wohl ange-1
Urkundenbuch von Oberösterreich II, p. 69.
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