Ernolatia.
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im Tauern ist, wie er seit der Erbauung eines Gotteshauses
genannt worden sein mag; seinen älteren Namen habe ich
nirgends nachgewiesen gefunden. Aber es steht zu vermuthen,
dass er Unter-Tauern oder einfach Tauern gelautet habe. So
findet sich auch am Radstätter Tauern auf der Jochhöhe das
Tauernhaus mit der Kirche, auf dem nördlichen Abhange der
Ort Unter-Tauern mit der heutigen Poststation. Dass Tauern
ursprünglich das Bergthor, also die Jochhöhe, die eigentliche
Uebergangsstelle im strengen Wortsinne bedeutet, kann nichts
entscheiden, da wir ja wissen, dass im Volksmunde dieser
Name im weiteren Sinne auf das gesammte Gebirge, auf den
Bach und die Ortschaften an demselben überging.
Allerdings sollte man erwarten, dass der Ort, in welchen
eine römische Station verlegt wurde, eher bei Möderbruck an
dem Zusammenflüsse der beiden Bäche zu suchen sei, wo auch
deren Thäler ineinander münden, als '/ 2 mp. weiter oberhalb.
Allein an und für sich ist die Strecke von mp. zu unbedeutend,
als dass sie weiter in Betracht kommen könnte, dann
haben wir es hier mit hochgelegenen Thälern zu thun, die in
ihrer weiteren Ausdehnung nur zwei ganz kleine Ortschaften,
Pusterwald und Brettstein, enthalten, bei deren Lage an einen
lebhaften Verkehr, der zu berücksichtigen gewesen wäre, wahrlich
nicht gedacht werden kann.
Die andere Strecke bis zur Jochhöhe hinan, zerfällt wieder
m zwei ganz gleiche Abtheilungen, in deren Mitte St. Johann
nn Tauern liegt; daselbst beginnt auch der südliche Steilabhang.
Von dem Punkte, wo unser Tartursana lag, sind bis St. Johann
5 mp.; auf dieser Theilstrecke ist die Erhebung, wie wir oben
sahen, noch geringer als von Viscellae nach Tartursana. Die
andere Theilstrecke begreift den Steilanstieg bis auf den Rücken
des Joches und beträgt von St. Johann aus, ebenfalls 5 mp.
Nach der Angabe der Tabula, die bis Surontio X mp. verzeichnet,
kommt nun diese letztere Station 1 mp. westlich von
Hohentauern zu stehen. Dies ist eine vollkommen zulässige
Bestimmung. Denn Hohentauern liegt nicht am höchsten Punkte
des Rückens, nicht an der Wasserscheide zwischen Tauernund
Pölsbach, sondern reichlich 1 mp. östlich davon (Vrgl. die
Zeichnung 5). Nach dieser Lage der römischen Stationen kam
der Beginn des südlichen Steilabhanges (bei dem heutigen