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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Ernolatia.

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meint,  welche  halben  Weges  zwischen  Vindobona  und  Carnuntum ­
  den  Uferrand  durchbricht  und  in  die  Donau  mündet. 1
Auf  dem  dritten  Segment  der  Tabula  findet  man  die  Reise
von  Ravenna  nach  Ariminum  mit  dem  Uebergange  über  den
Rubicon  so  dargestellt:
Ravenna  .  XI  .  Sabis  .  XI  .  Ad  nouas  .  III  .  Rubico  fl.
(Fluss  eingezeichnet)  XII  .  Arimino.
So  wie  man  von  der  Villa  Gai  4  mp.  bis  zum  Uebergang
über  die  Fischa  bei  Aequinoctio  und  von  hier  noch  X1III  mp.
bis  Carnuntum  fahren  musste,  oder  wie  man  im  zweiten  Falle  von
Ad  nouas  3  mp.  bis  zum  Uebergang  über  den  Rubicon,  und
von  dieser  Stelle  12  mp.  zurückzulegen  hatte,  um  nach  Ariminum ­
  zu  gelangen,  ebenso  hatte  man  auf  unserer  Strasse  von
Viscellae  4  mp.  bis  zur  Murbrücke  und  von  dieser  noch  10  bis
Nor  eia  zu  fahren.  Auch  die  Fahrt  von  Bononia  nach  Claterna
auf  demselben  Segment  der  Tabula  enthält  eine  ähnliche  Stelle;
die  10  mp.  betragende  Strecke  wird  so  detaillirt:
Bononia  .  IIII  .  Isex  fl.  (Fluss)  VI  .  Claterna.
Ebenso  führt  die  Tabula  von  Fauo  Furtune  nach  Sena
Galli  an:
Fano  Furtune  .  II  .  Matavrum  .  (der  Ortsname  getrennt
durch  den  eingezeichneten  Fluss  Matava  [Metaurus])  VIIII  .
ad  pirum  .  Filumeni.
Ein  anderes  Beispiel  bietet  das  erste  Segment:
Nouiomagi  (dabei  der  Fluss  Patabus)  .  III  .  Ceuclum  .
XXII  .  Blariaco  .  XII  ;  oder  Segment  VIII:
Sagaris  fl.  XX  .  XIX  .  flo  Hyppium.  Byleum  flo  .  ii  .
Zygum.  flo  IIII  .  Heraclea  .  XXX.
oder  ebenda:
Alexandria  troas  .  (Fluss)  IIII  .  Sminthium  .  XV  .  Assos  .
XXIIII  .  Gargara.
1  Gewöhnlich  nahm  man  in  früherer  Zeit  eine  Inversion  der  Stationen  an
(Vindobona  .  IIII  .  Villa  Gai  .  X  .  Aequinoctio),  weil  zwischen  Schwechat
und  Fischamend,  wohin  nach  den  überlieferten  Meilenzahlen  Villa  Gai
fiele,  weder  ein  entsprechender  Ort,  noch  Funde  nachgewiesen  werden
konnten.  Die  folgenden  Analogien  lehren  aber,  dass  die  Angabe  der
Tabula  richtig  und  die  mutatio  10  mp.  von  Vindobona  in  Villa  Gai  lag,
Aequinoctio  aber  nur  genannt  wurde,  weil  vermuthlich  ebendort  eine  durch’s
Thal  der  Fischa  südlich  führende  Strasse  mit  dem  Limes  zusammentraf.
            
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