Ernolatia.
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die Lage genau bestimmen, für Noreia die schon bestimmte
controliren lässt. Ersteres muss nahe an jener Stelle gelegen
haben, wo der südliche Anstieg auf den Tauern begann. Beide
Strassenverzeichnisse nennen von ein und derselben Station
Gabromagus 30 mp. gegen Virunum zu verschiedene Ortsnamen,
die nach dieser Entfernung auf denselben Punkt entfallen
müssen, das Itinerarium Sabatinca, die Tabula Surontium.
Weiter verzeichnet ersteres von Sabatinca gegen Virunum in
einem Abstande vom XVIII mp. die Station Monate, letzteres
von Surontium weg in gleicher Richtung und in einem Abstand
von XIX mp. Viscellae. Daraus folgt, das Monate und Viscellae
1 mp. von einander entfernt waren und dass letzteres um 1 mp.
näher gegen Virunum zu lag. Mittelst einer ganz zulässigen
Correctur im Itinerar konnten wir Monate auf den 55. Meilenstein
bestimmen, was nahe mit Enzersdorf zusammen trifft;
sodann lag Viscellae am 54. Meilensteine, d. i. bei Sauerbrunn.
Beide Stationen kommen in der That an den Beginn des südlichen
Anstieges auf den Tauern zu stehen. Ferner hat sich
gezeigt, dass das gütige Noreia auf den 40. Meilenstein von
Virunum entfalle; es muss also 14 mp. von Viscellae gelegen
haben. Dies trifft nun mit dem Abstand von Teuffenbach und
Sauerbrunn zusammen, aber auch nur in der nächsten Nähe
von Teuffenbach kann dann Noreia gelegen haben; jede andere
Bestimmung würde gegen die viel besprochene Concordanz
verstossen. Darum kann Noreia auch nicht bei Scheifling, das
nur 11 bis 11 V 2 mp. von Sauerbrunn abliegt, angesetzt werden.
Wenn endlich die Tabula schon bis zur Station Ad pontem
54 mp. 1 von Virunum zählt, also einen Abstand erhält, welcher
vielmehr der thatsächlichen Entfernung von Virunum bis Viscellae
entspricht, d. i. bis Sauerbrunn, das von der Mur landeinwärts
liegt und daher nicht mit einer Brücke über diesen
Fluss versehen gewesen sein kann: so folgt daraus wieder,
dass die bei Viscellae ausgefallene Distanz keine neue sein
könne, sondern eben in der letzten Meilenzahl, in jener von
Ad pontem, inbegriffen sein müsse, und dass hier einfach ein
Versehen des Copisten vorliege.
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Sitznngsber. d. phil.-hist. CI. LXXX. Bd. III. Hft.
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