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Kenner.
los, welches sie leicht in 1 '/ 2 m P- erreicht hätte, sondern sie
lief in entgegengesetzter Richtung 2 mp. gegen Südosten, übersetzte
bei Furt die Mur, und musste folgerichtig am linken
Flussufer wieder 2 mp. gegen Nordwesten zurücklaufen, um
nur an einen Punkt zu gelangen, der in gleicher Entfernung
von Enzersdorf liegt, wie Pichl, welches dieselbe Strasse schon
4 mp. früher passirt hatte. Kohn’s Murübergang ist also mit
einem Umweg von 4 mp. d. i. 96 Minuten Weges verbunden,
welche bei der von mir in der zweiten Bearbeitung nachgewiesenen
gewöhnlichen Fahrgeschwindigkeit der römischen
Post eine Verschwendung von 48 Minuten Fahrzeit in sich
scliliesst. Ich kann gleich hier darauf hinweisen, dass der
Unterschied zwischen meiner und Kohn’s Bemessung der gesummten
Weglänge zwischen Virunum und Ovilava genau 4 mp.
beträgt, (er findet 157, ich fand 153 mp). Beseitigt man diesen
Umweg, so stimmen wir in der gesummten Weglänge vollkommen
überein. Soviel zur Abwehr seines Vorwurfes, dass
ich, obwohl sorgfältiger messend als meine Vorgänger, auch
nicht von Ungenauigkeiten frei zu sprechen sei.
Das Missliche jenen Umweg anzunehmen kann Kolm
nicht entgangen sein, denn er spricht an verschiedenen Stellen
seiner Arbeit seine Bewunderung für die Knappheit und Strenge
der Linienführung in unserem Strassenzuge aus. Also muss er
ganz besonders wichtige Motive gehabt haben, um ihn zu verantworten.
Als solche bezeichnet er aber keine andern als das
Vorhandensein einer Furt über die Mur bei dem Orte Furt
und den Umstand, dass eben dort noch heute die Tauernstrasse
den Fluss übersetzt.
Was die Furt betrifft, so wäre denkbar, dass die römischen
Ingenieure gelbst mit dem Opfer eines Umwegs von anderthalb
Stunden sie aufgesucht und zum Brückenbau benützt hätten,
wenn die Mur in jener Gegend ein so breites, tiefes und
schwieriges Wasser wäre, als sie in Wirklichkeit nicht ist, und
wenn auf der langen Strecke vom nördlichen Noreia bis Ad pontem
(XIIII mp.), auf welcher die Strasse neben dem Flusse einherlief,
keine andere Uebergangsstelle vorhanden wäre. Nur
dann kann man dem römischen Strassenbau einen so weiten
Umweg zumuthen. Beides ist aber nicht der Fall. Die Mur,
welche erst bei Judenburg, unterhalb Furt, etwa 1 */ 2 Stunden