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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Denkwürdigkeiten  aus  dem  Thierreiclie  Cliina’s.

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und  ist  geschickt  im  Bewachen  und  Beschützen.  Man  legt  ihn
hin,  um  das  Unglück  zu  vermeiden.
^  üi  Li-schö-kien,  Statthalter  von  Kuei-yang,
schloss  sich  in  seiner  Jugend  den  Geschäften  an.  Als  er  sich
in  dem  Hause  befand,  stand  und  ging  ein  Hund  gleich  einem
Menschen.  Die  Menschen  des  Hauses  sagten,  man  müsste  den
Hund  tödten.  —  Schö-kien  sprach:  Hunde  und  Pferde  haben
Freude  an  dem  weisen  Manne.  Wenn  der  Hund  die  Handlungen ­
  des  Menschen  sieht,  so  ahmt  er  sie  nach.  Was  kann  dieses
schaden?  —  Schö-kien  besuchte  den  Befehlshaber  des  Districtes.
Als  er  zurückkehrte,  nahm  er  die  Mütze  ab  und  legte  sie  auf
das  Bett.  Der  Hund  setzte  sie  auf  und  lief  davon.  Das  Haus
gerieth  in  grossen  Schrecken.  Kien  sagte  wieder:  Er  ist  nur
aus  Versehen  an  die  Mütze  gestossen.  Die  Schnüre  der  Mütze
blieben  an  ihm  hängen.  —  Der  Hund  unterhielt  vor  dem  Herde
das  Feuer.  Das  Haus  gerieth  noch  mehr  in  Bestürzung.  Kien
sagte  wieder:  Die  Knechte  und  Sclavinnen  sind  auf  dem  Felde.
Der  Hund  hilft  ihnen  das  Feuer  unterhalten.  Es  ist  ein  Glück,
dass  man  die  Nachbarn  nicht  zu  belästigen  braucht.  Welche
böse  Worte  und  Schmähungen  sind  dieses?  Sagte  ich  nicht,
es  gebe  keine  Wundererscheinungen  der  Hunde?  Kann  der
Hund  Wunder  hervorbringen?  —  In  Folge  dessen  mochte  er  ihn
nicht  tödten.  Einige  Tage  später  verendete  der  Hund  plötzlich
von  selbst,  und  es  ereignete  sich  nicht  die  geringste  Seltsamkeit. ­
  Schö-kien  wurde  berufen  und  zum  Zugesellten  des  grossen
Beruhigers,  zum  Aeltesten  von  Ku-ling  und  zum  Befehlshaber
von  Yuen-wu  ernannt.  Zuletzt  erlangte  er  eine  hohe  Rangstufe.
Das  Buch  Kin-leu-tse:
3E  -'S  Wang-sse-wei  liebte  die  Reinlichkeit.  Die
Leute  seiner  Umgebung  waren  schön  gekleidet  und  allen  ward
befohlen,  die  Finger  der  Hand  in  weisses  Papier  zu  hüllen.
Als  er  sich  in  dem  Wohnhause  befand,  verunreinigte  ein  Hund
einen  Pfeiler.  Sse-wei  befahl  den  Leuten  des  Tliores,  den
Pfeiler  abzuwaschen.  Es  war  noch  immer  nicht  nach  seinem
Willen  geschehen.  Er  befahl  wieder,  ihn  abzukratzen.  Dann
sagte  er  wieder,  dass  es  nicht  genüge.  Hierauf  liess  er  den
Pfeiler  wechseln.
Die  Denkwürdigkeiten  von  merkwürdigen  Dingen  von
Liang-tscheu:
            
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