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Ko li n.
erklärt auch zur Genüge, warum es einfach zu Italien geschlagen
wurde. 1
Die Ergebnisse dieser Untersuchung lassen sich also in
folgende Sätze zusammenfassen:
1. Die Taurisker sind nur ein Zweig der Noriker, und
zwar der am meisten gegen Italien vorgeschobene.
2. Ihre Wohnsitze waren unmittelbar neben denen der
Carner, ungefähr zwischen dem Birnbaumer Wald und der Save.
3. Die Taurisker verloren ihre Freiheit an Rom schon
vor dem Jahre 33 v. Clir., die eigentlichen Noriker (Be'wohner
der nachmaligen Provinz) erst 16 v. Chr.
4. Das historisch bekannte Noreia war gleich Nauportus
eine Stadt der Taurisker.
5. Dieses Noreia existirte schon in Plinius’ Tagen nicht
mehr, umsoweniger in den Zeiten der Peutingeriana.
Bevor wir nach dieser Abschweifung den Lauf unserer
Römerstrasse wieder weiter verfolgen, müssen wir noch ein für
unsere Zwecke sehr wichtiges Denkmal näher ins Auge fassen:
die Meilensäule von St. Georgen. Für sich allein wäre dieses
Denkmal seiner schlechten Erhaltung wegen und vermöge des
Umstandes, dass sein ursprünglicher Standort nicht bekannt
ist, ein sehr unzuverlässiges Document. Allein zusammengehalten
mit den Daten der früher verhörten Zeugen sind seine
Aussagen nicht ohne Gewicht. Von Kenner wurde diese
Meilensäule gleich denen von Treibach völlig unbeachtet gelassen.
Gefunden zu St. Georgen, unweit von Neumarkt,
unterhalb der Thorschwelle der im Jahre 1845 niedergebrannten
Kirche, wohin sie offenbar als Baustein verschleppt
worden, wird sie gegenwärtig im steiermärkischen Münzenund
Antikencabinete aufbewahrt, ihre Inschrift publicirte der
kais. Rath Di-. Knabl 2 folgendermassen.
1 Wie wenig Appianus geneigt ist, Taurisker und Noriker für identisch
zu nehmen, beweist sein offenes Geständniss, dass ihm über den Zeitpunkt
der Unterwerfung der Noriker nichts bekannt geworden sei.
Illyr. 6. 3.
2 Mitth. d. hist. Ver. f. Steierm. 1850, 29.