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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Die  römische  Heerstrasse  von  Virunum  nach  Ovilava.

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westlich  gelegenen  von  den  Carnern  besetzt  waren:  rj  c’’'0-/.pa
•cb  TairstvÖTaxov  pipos  twv  ’Aa-swv  sart,  y.aQ’5  auvä--ou<ji  xoic  Kapvoic
(Strabo  IV.  p.  207).
Die  Nähe  Italiens  brachte  es  mit  sich,  dass  die  Taurisker
schon  früh  zu  den  Römern  in  abwechselnd  freundlichen  und
feindlichen  Beziehungen  standen.  Taurisker  kämpften  nach
dem  Zeugnisse  des  Polybius  (II.  30)  in  der  Schlacht  bei  Telamou.
  In  ihrer  Nachbarschaft  siedelten  sich  die  aus  Italien
vertriebenen  Bojer  an  (Strabo  V.  1).  Zum  Schutze  gegen  die
Raubzugsgelüste  dieser  Keltenstämme  ward  im  Jahre  180  v.  Chr.
die  Colonie  Aquileia  begründet.  Bald  wurde  diese  Colonie
aber  auch  der  Mittelpunkt  des  Handels  und  Verkehrs  zwischen
Italien  und  den  benachbarten  Kelten.  Dass  die  römischen
Arbeite]-  nach  dem  von  Strabo  aufbewahrten  Zeugnisse  den
Tauriskern  in  der  Ausbeutung  der  zweifelsohne  märchenhaft
überschätzten  Goldlager  beistanden,  fand  bereits  oben  Erwähnung. ­

Einem  im  Jahre  1563  aufgefundenen  Fragmente  der  Acta
triumphorum  zufolge  triumphirte  M.  Aemilius  Scaurus  im  Jahre
639  der  Stadt  (115  v.  Chr.)  über  die  Carner.  Wenn  Mommsen’s
Correctur  einer  Stelle  des  Aurelius  Victor  begründet  ist,  so
hatte  Scaurus  auch  gleichzeitig  schon  die  unmittelbaren  Nachbarn ­
  der  Carner  besiegt,  die  Taurisker.  So  viel  ist  gewiss,
dass  diese  um  dieselbe  Zeit  zu  den  Römern  in  eine  Art  von
Freundschaftsverhältniss  getreten  sein  müssen.  Dies  erhellt
aus  dem  zwei  Jahre  später  (113  v.  Chr.)  erfolgten  Zusammenstosse
  zwischen  den  Römern  und  Cimbern.  Plündernd  und
verheerend  war  dieses  nordische  Volle  in  das  Tauriskerland
eingebrochen.  Appianus,  der  auch  die  Cimbern  mit  den  Teutonen ­
  verwechselt,  sagt  freilich  nur  allgemein,  dass  sie  ins
Gebiet  der  Noriker  eingebrochen  seien  (4?  ttjv  y/jv  twv  Nwpiy.üv).
Ebenso  allgemein  drückt  sich  Florus  aus,  indem  er  Epit.
0.  LXIII  sagt:  ,Cimbri,  gens  vaga  populabundi  in  Illyricum
venerunth  Dagegen  meldet  Strabo  VII.  p.  293  ausdrücklich,
dass  die  Cimbern  sicli  zuerst  gegen  die  Scordisker  und  sodann
von  diesen  abgewehrt,  gegen  die  Taurisker  wandten.  Die  Taunsker
  als  Freunde  und  Nachbarn  zu  schützen,  war  Roms  eigenstes ­
  Interesse.  Dass  wirklich  ein  Einfall  in  das  die  Grenze
des  damaligen  Italiens  berührende  Gebiet  der  Taurisker
            
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