Die römische Heerstrasse von Yinmura nach Ovilava.
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wieder eine Differenz von 13 m. p. ergäbe. Fürs Erste ist es
unwahrscheinlich, dass die fragliche Strasse schon damals, als
Strabo sein Werk schrieb, 1 bestand, noch unwahrscheinlicher
ist es, dass sie bereits damals genau vermessen war. Wären
ihm aber officiellc Daten zu Gebote gestanden, dann würde er
wohl auch von dem einen oder dem anderen Orte an diesem
Strassenzuge Kunde gehabt haben. Weitaus die meisten Ortschaften,
welche die späteren Itinerarien längs unserer Route
als Stationen verzeichnen, führen keltische Namen und bekunden
damit vorrömische Existenz. Von solchen findet sich jedoch
in seinem Werke keine Spur, wie sich denn allenthalben seine
Kenntniss dieser Gegenden als eine sehr mangelhafte erweist.
Die Römerstrasse zwischen Virunum und Aquileia dürfte kaum
früher entstanden sein, ehe Kaiser Claudius nach dem erstgenannten
Orte eine Colonie führte. Colonie und Heerstrasse
sind dem Römer von jeher zusammengehörige Dinge. Die
nördliche Fortsetzung unserer Route aber ist sicherlich noch
bedeutend jünger. Dieselbe verdankt erst den Gefahren der
Markomanneneinfälle ihre Entstehung. Die beiläufige Uebereinstimmung
zwischen Strabo’s Distanzziffer und den Daten
der im 3. Jahrhundert verfassten Itinerarien erweist sich
vollends als eine rein zufällige, wenn wir Strabo’s Nachricht
genauer ins Auge fassen. Die fragliche Stelle lautet:
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Muchar, in seinem altkeltischen Noricum, versuchte die
gewaltsame Auslegung, Strabo habe mit seiner Distanzangabe
nur unmittelbar von Aquileia hinweg eine Wasserstrasse,
weiterhin aber einen Landweg gemeint. Mit dem klaren Wortlaute
ist diese Deutung völlig unvereinbar. Weiss unser Geograph
an anderen Orten (VII p. 314 u. 318) von einem grossen Flusse
Namens Noarus zu erzählen, der bei Segestica (Sissek) den
schon früher mit den Gewässern des Savus gespeisten Dravus
aufnimmt (!), so ist es ihm auch voller Ernst mit dem auf
1200 Stadien schiffbaren Strome, der bei Aquileia ins Meer
fällt. Es gibt allerdings einen Fluss, der bei Aquileia in die
1 t 24 p. Chr.