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der Letztgenannte — in einer späteren Abhandlung' 1 — nach
Krummfelden. Knabl sucht ihn zwischen Treibach und Krummfelden,
Kenner bei Alten markt, Mommsen bei Treibach.
Um über die Lage dieser und der nächstfolgenden Station,
Noreia, ins Reine zu kommen, ist es vor Allem nöthig, den
Lauf des südlichsten Strassentheiles unzweifelhaft festzustellen.
Zu dem Ende müssen wir zunächst die zwischen dem Zollfelde
und dem Murthale gefundenen römischen Meilensäulen
einer sorgfältigeren Prüfung unterwerfen.
Weitaus die wichtigste Meilensäule ist jene, welche im
Jahre 1850 beim Ausgraben des Grundes für den Bau eines
Hauses im Dorfe Krummfelden aus einer Tiefe von 6 Fuss,
also offenbar auf dem ursprünglichen Standorte, ans Tageslicht
gefördert wurde. Der Vorzug derselben vor den anderen
besteht nicht blos in der vollständigen Erhaltung der Inschrift,
sondern auch in dem Umstande, dass seine Fundstätte genau
bekannt ist. Von nicht geringer Bedeutung ist auch die Thatsache,
dass dieses Denkmal der Zeit, in welcher die Peutingeriana
entstanden, äusserst nahe liegt. Männert- hat es wenigstens
höchst wahrscheinlich gemacht, dass das Original dieser
Strassenkarte unter Alexander Severus, um das Jahr 230 n. Chr.
gezeichnet worden. Die Meilensäule von Krummfelden 3 ist im
Jahre 244 n. Chr. vom Kaiser Philippus errichtet worden. Die
Ohnmacht der kurzlebigen Regenten, die sich in dem wirrenreichen
Jahrzehnt nach Alexanders Tod drängen, verbietet die
Annahme, dass damals an Stelle des in der Tabula verzeichneten
Strassenzuges zwischen Virunum und Ovilava ein neuer
geschaffen worden. Diese vielbedrängten Fürsten leisteten viel,
wenn sie, wie Philippus, die alten Strassen des fernen Noricum
in Stand erhielten und, wo es Noth that, mit neuen Meilenzeigern
ausstatteten. Dass aber die zu Krummfelden gefundene
Meilensäule keiner anderen als der bezeichneten Strasse ange-1
Mittheilungen der k. k. Centralcommission zur Erf. u. Erh. der Baudenkmule
1857, 249.
2 Introd. ad Tab. Peut. p. 12 ff. — Geographie der Griechen u. Römer.
I. 185.
3 Note fehlt im Manuscript. — Der Meilenstein ist mitgetheilt im GVL L.
III. 2, 5730.