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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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Rockinger.

des  Freiherrn  v.  Lassberg'  an  dortselbst  schon  ilire  Stelle  gefunden ­
  hat,  von  deren  weiterer  Berücksichtigung  ich  aber  damals ­
  abgesehen  habe,  um  nicht  in  die  Behandlung  der  drei
enge  zusammenhängenden  Handschriften  durch  Hineinziehen
eines  nicht  unmittelbar  dazu  gehörigen  Gliedes  eine  Störung
zu  bringen.
Theilweise  die  berührte  Kürzung,  theilweise  auch  der
Mangel  des  Lehenrechtes  in  der  sonstigen  Gestalt  des  sogenannten ­
  Schwabenspiegels,  welchen  sie  mit  der  Handschrift  des
Appellationsgerichtes  zu  Bernburg  gemein  hat,  ermöglichen  es,
sie  ohne  zu  grosse  Ausdehnung  dieses  Berichtes  hier  mit  zu
behandeln.  Gerade  hieraus  aber  ergibt  sich  auch  jetzt  ein
genauer  Einblick  in  das  gegenseitige  Verhältniss.
Es  bildet  demnach  den  Gegenstand  dieses  Berichtes  zunächst ­
  die  gedrängte  Erörterung  bezüglich  der  bemerkten ­
  Handschrift,  sodann  aber  hauptsächlich  die  bereits  im
vorhergehenden  angekündigte  Mittheilung  der  wichtigeren
Kapitel  der  drei  dortselbst  untersuchten  Handschriften,
in  deren  Noten  zugleich  auch  den  betreffenden  Abweichungen
der  Quedlinburger,  soweit  diese  nicht  selbstständig  unter
III  erscheinen,  Rechnung  getragen  wird.
I.
Ihrer  aus  Seren  Erscheinung  nach  ist  sie  auf  Papier
im  Grossfolioformat  in  zwei  Spalten  im  15.  Jahrhunderte  von
Tilemann  Chip  gefertigt.
Nach  einer  Einzeichnung  auf  der  inneren  Seite  des  Vorderdeckels ­
  war  sie  im  Jahre  1530  im  Besitze  eines  [Kon]radt
Breytsprache.
Was  ihren  Inhalt 1  anlangt,  bietet  sie  ausser  den  Stücken
des  sächsischen  Rechtes  und  ausser  dem  ,SloteP  des  Land-1

  Der  Schlüssel  des  Landrechtes  bildet  einen  Bestandtlieil  für  sich  auf
ursprünglich  16  Lagen,  wovon  jetzt  so  und  so  viel  fehlt.  Dieselben  sind
je  oben  in  der  Mitte  der  einzelnen  Seiten  mit  römischen  rothen  Zahlen
von  1—16  bezeichnet.
Der  zweite  Bestandtlieil  beginnt,  mit  dem  jetzigen  Fol.  169,  und  ist
wieder  in  der  Weise  gefertigt,  dass  anfangs  von  den  11  Lagen,  wovon
aber  die  zehnte  nicht  bezeichnet,  die  eilfte  falsch  als  10  gezählt  ist,  die
            
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