Inschriften aus der Yarclarschluclit.
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und. Kinder, als der Stein gesetzt wurde, noch am Leben waren.
Was den Namen des ersteren betrifft, so kommt ein Gaius
Julius Serenus auf einer Inschrift in Salona vor (C. I. L. III,
I, 2579), seine Frau heisst dort Valeria Bassila, ihr Sohn
C. Julius Valerianus. Ich erwähne dieses Umstandes, um die
Lesung Serenus zu rechtfertigen. In Z. 9 würde man ein Adjectiv
zu dem Worte avSpi erwarten. Allein die vorhandenen
Buchstaben lassen ein solches nicht zu. Die Lesung, welche
ich versucht habe, macht keineswegs den Anspruch, die einzig
richtige zu sein; es steht ihr namentlich entgegen, dass man
den auf den Namen des Vaters zunächst folgenden Namen auf
den Sohn beziehen, dieser aber das Nomen des Vaters tragen
sollte, wie es ja auch bei den Töchtern der Fall ist; man
würde also statt des einfachen Honorius mindestens Julius
Honorius erwarten. Allein dann müsste auch das Praenomen
wenigstens durch einen Buchstaben angedeutet sein. Dafür
gibt die Zeile keinen Platz.
Der Name Honorius kommt sehr selten vor. Das ,Corpus
Inscr. Lat/ nennt ihn aus Thracien, Griechenland und aus
den Donauländern nicht, aus Dalmatien nur einmal (2355 Salona,
ohne Pränomen und Nomen).
Der zweite Name der jüngeren Tochter (Z. 12) ist, wie
ich vermuthe, schon im Originale nicht so erhalten, wie er in
der Abschrift erscheint. Sowie die Mutter der Kinder, Aurelia
Dionysia, diese beiden Namen nach ihrem Vater Aurelius Dionysius
führte, so sollte man erwarten, dass von den beiden
Töchtern des G. Julius Serenus wenigstens eine dessen Cognomen
geführt habe. Demnach müsste man in Z. 11 auf 12
Julia Serena lesen. Damit lassen sich aber die entsprechenden
Buchstaben der Abschrift nicht vereinigen; der Dativ verlangt
die Schreibung C6PIINH, nicht C6PHNA. Einen andern Anhalt,
diesen Namen zu ergänzen, bietet die Inschrift nicht; ich lasse
ihn daher als fraglich zurück.
Die Form der Buchstaben scheint nach der Abschrift
ähnlich jener auf dem Denkmal des Kaufmanns Basilianos vom
J. 352 n. Chr., welches in Mitrovic gefunden, nun im kais.
Antiken-Cabinete aufbewahrt wird (vgl. Mommsen, Bulletino
dell’ Ist. d. Corr. Arch. 1868, p. 143). Charakteristisch ist das
lateinische S, für C, am Ende der ersten Zeile.
Sitzungsber. d. phil.-liist. CI. LXXX. Bd. II. Hft.
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