Denkwürdigkeiten von den Bäumen China’s.
231
Ngang, Fürsten von Wen-tsching, einem Seitenverwandten, zu
Auszeichnung gelangt. Jetzt wurden sowohl Ki als Ngang äussere
Verwandte (des Kaisers). ^ ^ Yang-su war um diese
Zeit Nä-yen (Rathgeber) und wurde ernstlich zu den
Geschäften verwendet. Der Kaiser gab ein Fest. Su hielt
Ki zum Besten und sagte: Die zwei Weiden 1 sind zerdrückt.
Die einzige Weide 2 ragt allein zur Höhe. — Die Gesellschaft
lachte fröhlich. Ki hatte zuletzt keine Worte.
Kao-ying, Fürst von Pö-hai, war in seiner Jugend
sehr verständig und besass Geschicklichkeit und Gaben. Er
durchging häufig die Bücher und Geschichtschreiber und kannte
vorzüglich gut die Aussprüche und Gebote. Als er ein kleiner
Knabe war, befand sich in dem Hause ein Weidenbaum von
hundert Schuhen Höhe. Derselbe ragte empor wie ein Sonnenschirm.
Die Väter und Greise in dem Dorfe sagten: Dieses
Haus wird einen vornehmen Menschen hervorsenden.
Das Buch der Thang:
In dem Zeiträume Khien-yuen (758 bis 759 n. Chr.) meldete
iti Wang-ki-kuang, stechender Vermerker von
Kue-tscheu, an dem Hofe: An der Grenze des Districtes Wenhiang
befand sich der Grabhügel k ^ Niü - kua’s. 2 Im
dreizehnten Jahre des Zeitraumes Thien-pao (754 n. Chr.), als
heftige Regen und Dunkelheit eintraten, verschwand er. Jetzt
hörte man an der Flussseite und in der Nähe plötzlich die
Töne von Donner und Sturm. Man sah, dass der Grabhügel
heraussprang. Auf demselben standen zwei Weidenbäume,
unter ihnen lagen sehr grosse Steine. Jede Weide war eine
Klafter hoch. — Man zeichnete eine Abbildung und reichte
sie dar. Der Kaiser zeigte sie den hundert Obrigkeiten.
Die späteren Worte des Frühlings und Herbstes:
Ngai, König von Wei, ernannte |JJ ^ Tien-siü zum
Reichsgehilfen. Er schätzte ihn und vertraute ihm sehr.
•» Lieu, ,kleine Weide 1 , ist der Geschlechtsname Lieu-ki’s und Ngang’s,
Fürsten von Wen-tsching.
2 Yang, ,grosse Weide 1 , ist der Gesehlechtsname Yang-su’s.
3 Niü-kua lebte zu den Zeiten der fünf Kaiser und erfand die Schalmeien
und Pfeifen. Nach dem Sse-ki läuterte er fünffarbige Steine und besserte
den Himmel aus.