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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Denkwürdigkeiten  von  den  Bäumen  Cliina’s.

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und  blieb  an  der  Wand  stehen.  Nach  einer  Weile  erschienen
drei  Sclavinnen,  die  zu  den  Vorhängen  heraufkamen.  Die
Sklavinnen  brachten  ein  Mädchen  herauf.  Dieses  trat  mit  dem
Menschen,  der  eine  weisse  Mütze  trug,  zwischen  die  Vorhänge
und  übernachtete  daselbst.  Noch  vor  Tagesanbruch  ging  der
Mensch,  der  eine  weisse  Mütze  trug,  früher  fort.  So  geschah
es  durch  vier  bis  fünf  Nächte.  Später,  als  gegen  den  frühen
Morgen  der  Mensch,  der  eine  weisse  Mütze  trug,  kaum  fort
gegangen  war,  trat  Pao  zwischen  die  Vorhänge,  erfasste  das
Mädchen  und  fragte:  Wer  ist  derjenige,  der  kürzlich  fortgegangen ­
  ist?  —  Das  Mädchen  antwortete:  Der  Leibwächter  des
Lehensfürsten  des  Loosbaums.  Es  ist  der  Baum  des  Ahnentempels
im  Osten  des  Weges.  •—  Um  den  zweiten  Glockcnschlag  des
Abends  kam  der  Leibwächter  des  Loosbaums.  Pao  hieb  ihn
nieder,  nahm  ihn  und  band  ihn  an  einen  Pfeiler  des  Thurnies.
Am  nächsten  Morgen  betrachtete  er  ihn.  Er  war  gestaltet  wie
ein  Mensch  und  drei  Schuhe  lang.  Pao  brachte  ihn  unter  Verschluss ­
  und  begab  sich  mit  ihm  zu  dem  Reichsgehilfen.  Man
hatte  den  Strom  noch  nicht  zur  Hälfte  übersetzt,  als  Wind  und
Wellen  sich  erhoben.  Dem  Leibwächter  des  Loosbanmes  gelang ­
  es,  sich  in  das  Wasser  zu  werfen.  Wind  und  Wellen
waren  hierauf  ruhig.
Die  von  Jin-fang  verfasste  Geschichte  der  erzählten  Merkwürdigkeiten ­
  :
Der  Loosbaumgarten  befindet  sich  in  dem  alten  Reiche
Fu-tsch’a’s  von  U.  Man  nennt  ihn  auch  den  Harfenfluss.  Der
Palast  des  Loosbaumgartens  steht  in  dem  Districte  Kiü-yumg.
Die  Ueberlieferung  sagt:  In  einem  besonderen  Schlosse  des
Königs  von  U  waren  Hartriegel  und  Loosbäume,  die  einen  Wald
bildeten.  Die  Früchte  dieser  Loosbäume  waren  essbar.  Die
Worte  in  dem  Sammelhause  der  alten  Musik:  ,des  Loosbaumpalastes ­
  Herbst 1  sind  dasselbe  wie  ,der  Kummer  des  Königs
von  U.‘  1
Das  von  Thsui-ki  verfasste  siebenfache  Reine:
Hier  sind  Loosbäume,  die  wachsen  an  dem  ursprünglichen
Bache.  Sie  setzen  die  Wurzeln  an  das  Faule  und  Zerstörte,  sie
vertrauen  sich  den  steilen  Stellen,  wachsen  an  den  Abgründen.
‘I  Thsien  ,Herbst“  wird  als  tsieu  ,Kummer*  betrachtet.
15*
            
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