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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Denkwürdigkeiten  von  den  Bäumen  CliinaV

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Anmerkung  zu  dem  Ni-ya:  ,01me  Muhme'  ist  die  Muhmenulme. ­
  Sie  wächst  in  den  Gebirgen,  ihre  Blätter  sind  rund  und
dick.  Man  schält  die  Rinde  ab,  mengt  sie  und  weicht  sie  ein.
Ihr  Geschmack  ist  scharf  und  gewürzhaft.  Es  ist  das  sogenannte ­
  Wu-ti.
Die  von  Thsui-schi  verfassten  Gebote  der  Monate  für  die
vier  Classen  des  Volkes:
Wenn  im  zweiten  Monate  die  Ulmenschoten  ausgebildet
sind,  sammelt  man  sie,  trocknet  sie  und  bereitet  daraus  einen
Trank.  Man  richtet  sich  nach  dem  Zeitpunkte,  sei  es  früh
oder  spät.  Man  darf  das  Eintreffen  nicht  ausser  Acht  lassen.
Das  Buch  der  Träume:
Die  Ulme  ist  die  höchste  Menschlichkeit  des  Gebieters  des
Menschen  als  Tugend.  Träumt  man,  dass  man  Ulmenblättcr
pflückt,  so  empfängt  man  Geschenke  und  Wohlthaten.  Träumt
man,  dass  man  auf  dem  Baume  weilt,  so  erhält  man  ein  ansehnliches ­
  Amt.  Träumt  man,  dass  die  Blätter  tief  gefärbt  sind  und
in  Fülle  stehen,  so  sind  Glück  und  Einkommen  vorhanden.
Das  Schreiben  Ying-khiü’s  an  Pang-hoei-kung:
Wenn  ich  betrachte,  was  die  höchste  Kunst,  dem  Volke
zu  nützen  ist,  es  ist  das  Pflanzen  der  Ulmen  von  Thsi-nan,  das
Setzen  der  Firnissbäume  von  Han-tschung.
Die  Erörterungen  Ki-khang’s  über  die  Erhaltung  des
Lebens:
Die  Bohnen  machen  den  Menschen  anschwe.llen.  Die
Ulmen  machen  den  Menschen  schlafen.  Durch  meinen  thörichten
Verstand  weiss  ich  dieses.
||fjj  Thung  bedeutet  im  Allgemeinen  den  Loosbaum.  1
Die  ferneren  Erklärungen  der  Pflanzen  und  Bäume:
Es  gibt  drei  Arten  Loosbäume:  grüne,  wcisse  und  rothe.
Die  fernere  Erklärung  der  Bedeutungen  der  Gedichte:
Der  Baum  mit  den  Früchten  des  Hartriegels  und  der  Rinde
des  Loosbaumes  heisst  1#  i  Das  gegenwärtige  Volk  nennt
1  Der  botanische  Name  für  diesen  Baum  ist  Paulownia  imperialis.  Da  dieser
Name  in  gewöhnlichen  Aufsätzen  nicht  gebraucht  werden  kann,  wurde
derselbe  in  Hinblick  auf  den  gleich  unten  genannten  Baum  Tseh’ing-thung,
der  eine  Art  Clerodendron  sein  soll,  hier  überall  durch  ,Loosbaum 4
wiedergegeben.
            
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