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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Denkwürdigkeiten  von  den  Bäumen  Cbina’s.

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die  Füsse  abgehauen.  —  Ein  Mensch  verletzte  in  der  Trunkenheit ­
  die  Sophora  und  sollte  die  Strafe  erleiden.  Seiner  Tochter
ward  hange.  Sie  wendete  sich  an  Yen-tse  und  sprach:  Ich
fürchte,  wenn  die  Benachbarten  dieses  hören,  wird  man  sagen:
Der  Fürst  schont  die  Sophoren  und  bringt  Verderben  über  die
Menschen.  Darf  dieses  sein?  —  Wen-tse  trat  ein  und  sprach
darüber.  Der  Fürst  entliess  denjenigen,  der  die  Sophora  verletzt ­
  hatte,  aus  dem  Gefängnisse  und  hob  das  Verbot  auf.
Das  Buch  Hoai-nan-tse:
Wenn  die  Sophora  wächst,  ist  sie  am  fünften  Tage  des
Eintrittes  in  den  letzten  Monat  des  Frühlings  ein  Hasenauge.
Am  zehnten  Tage  ist  sie  ein  Rattenohr.  ln  der  erneuerten
Decade  fängt  sie  an  zu  bemessen.  1  In  der  zweiten  Decade  bildet
sie  Blätter.
Eine  alte  Sophora  erzeugt  Feuer.
Der  Sophoramarkt  ist  das  Lernen.  Man  bepflanzt  ihn
mit  grünen  Sophoren.  Die  Menschen  der  Feuerzeuge  nehmen
im  Herbst  das  Feuer  der  Sophora  und  des  Spindelbaumes.  Was
der  Himmel  überdeckt,  die  Erde  in  sich  trägt,  was  die  sechs
Verbindungen  umschliessen,  das  Yin  und  das  Yang  erleuchten,
worauf  Rogen  und  Thau  sich  stützen,  diess  alles  macht  zu  Vorgesetzten ­
  den  Vater  und  die  Mutter.  Was  ihnen  mangelt,  ist
in  dem  einzigen  Einklang.  Der  Vater  ist  der  Himmel,  die
Mutter  ist  die  Erde.  Desswegen  verbinden  sich  Sophoren  und
Ulmen  mit  Pomeranzenbäumen  und  Pompeimusen  und  werden
Brüder.  Die  Menschen  von  Miao  verkehren  mit  den  drei
Gefährlichen  2  und  bilden  ein  einziges  Haus.
Das  Buch  Pao-pö-tse:
Die  Sophorafrtichte  vereinigt  mau  in  einem  neuen  irdenen
Gefässe  und  versiegelt  dieses.  Nach  dreissig  Tagen  ist  ihre
äussere  Haut  verfault.  Man  wäscht  sie  dann  wie  grosse  Bohnen
und  gebraucht  sie  als  Arznei.  Dieser  Gegenstand  verbessert
vorzüglich  das  Gehirn.  Wenn  man  sie  frühzeitig  gebraucht,
so  bewirken  sie,  dass  das  Haupthaar  des  Menschen  nicht  weiss
wird  und  dass  er  lange  lebt.

1  Die  Blattknospen  öffnen  sich.
?  —  San-wei  ,die  drei  Gefährlichen 4  heisst  ein  Berg*  in  dem  Lande
des  Volksstammes  Miao.

14*
            
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