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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Xenopliontißclie  Studien.

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sodann  entspricht  oxotv  .  .  .  ixoielcGxi  dem  Satze  wv  dv  emGup^aii)
ävOptowov.  Was  die  Corruptel  anbetrifft,  so  vergleiche  man  III,
6,  6,  wo  Plnygers  tojxiov  nach  emp.sX7)6?jvat  treffend  in  xoüxou
verbessert  hat.  —  III,  3,  12  haben  die  Handschriften  uip  oxav  ys
Xopog  etc,  e/.  xvjaSe  zrjp  zcXsto;  YfyvExai,  toc-sp  5  e!c  AvjXov  xsp/xcp.svoc,
cüoei;  «XXoGsv  ousapoOsv  xoüxw  e^ap.iXXos  yiyvevxi.  Man  erklärt  hier
si?  in  doppelter  Weise.  Einige  folgen  nämlich  Schneider,  der  es
also  fassen  wollte:  ,auch  nur  ein  Chor',  so  dass  ouSei?  aXXoöev  ouoapiGäv
  den  Gegensatz  zu  etc  bilde.  Diese  Erklärung  ist  mir  ganz  unverständlich. ­
  Sucht  man  in  der  Stelle  den  Sinn:  ,alle  Chöre  aus
den  anderen  Städten  kommen  dem  einen  Chor  von  Athen  nicht
gleich',  so  ist  das  ein  schiefer  Gedanke,  abgesehen  davon,  dass
er  auch  gar  nicht  in  der  vorliegenden  Fassung  enthalten  ist.  Will
man  aber  mit  Lange  die  Stelle  also  erklären:  ,si  ex  Omnibus  Atheniensibus
  unus  chorus  eligitur,  in  quem  optimi  quique  cantores
recipiuntur  et  in  nnurn  colliguntur 1 ,  so  müsste  doch  noch  näay]?
hinzukommen.  Auch  war  es  gar  nicht  Brauch,  dass  man  die
Choreuten  aus  der  gesammten  Bürgerschaft  auslas,  sondern  sie
wurden  von  den  einzelnen  Phylen  gestellt.  Uebrigens  wäre  es
für  Athen  kein  besonderes  Lob  gewesen,  wenn  man  erst  in
der  ganzen  Bürgerschaft  hätte  herumsuchen  müssen,  um  einen
Chor  von  schönen  Männern  (denn  um  diese  handelt  es  sich
hier,  nicht  um  gute  Sänger)  zusammenzubringen,  vielmehr  will
Sokrates  sagen,  dass  es  in  Athen  eine  Fülle  von  schönen  Männern ­
  gab.  Darnach  muss  eis  aus  xt?  verderbt  sein,  was  um  so
leichter  geschehen  konnte,  als  späterhin  ei?  geradezu  für  xl?
gebraucht  wurde.  Der  Sinn  ist:  wenn  irgend  ein  Chor  zu  einer
Theorie,  z.  B.  zu  jener  nach  Delos,  aus  unserer  Stadt  bestellt
wird.  —  III,  5,  17  ei;  wv  xoXXrj  pev  dxvjpfa  (B,  a-opia  D,  ä:rsipia  cet.)
•/.ai  y.x/J.y.  xvj  xoXet  epijuExai.  Von  diesen  Lesearten  sind  cbxcpfa  und
räc'.pia  blosse  Conjccturen  für  das  ursprüngliche  är^pta,  das
durch  das  sehr  zweifelhafte  Citat  aus  Plat.  com.  in  Bekker’s
An.  459,  15  nicht  gerechtfertigt  ist.  Und  sollte  es  auch  wirklich
ein  Substantivum  axv;p:a  gegeben  haben,  so  würde  es  doch  mit
seiner  Bedeutung:  ,Schädlichkeit,  Verderblichkeit'  oder  allenfalls ­
  noch  ,Verblendung'  schwerlich  für  unsere  Stelle  passen,
namentlich  in  Verbindung  mit  v.x/la..  Auch  Dindorf  zweifelt  an
der  Richtigkeit  der  Ueberlieferung  und  denkt  an  7ccvr ( pix,  was
§•  18  vorkommt.  Noch  mehr  hätte  izag.a.  für  sich,  was  der
            
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