Xenopliontißclie Studien.
173
sodann entspricht oxotv . . . ixoielcGxi dem Satze wv dv emGup^aii)
ävOptowov. Was die Corruptel anbetrifft, so vergleiche man III,
6, 6, wo Plnygers tojxiov nach emp.sX7)6?jvat treffend in xoüxou
verbessert hat. — III, 3, 12 haben die Handschriften uip oxav ys
Xopog etc, e/. xvjaSe zrjp zcXsto; YfyvExai, toc-sp 5 e!c AvjXov xsp/xcp.svoc,
cüoei; «XXoGsv ousapoOsv xoüxw e^ap.iXXos yiyvevxi. Man erklärt hier
si? in doppelter Weise. Einige folgen nämlich Schneider, der es
also fassen wollte: ,auch nur ein Chor', so dass ouSei? aXXoöev ouoapiGäv
den Gegensatz zu etc bilde. Diese Erklärung ist mir ganz unverständlich.
Sucht man in der Stelle den Sinn: ,alle Chöre aus
den anderen Städten kommen dem einen Chor von Athen nicht
gleich', so ist das ein schiefer Gedanke, abgesehen davon, dass
er auch gar nicht in der vorliegenden Fassung enthalten ist. Will
man aber mit Lange die Stelle also erklären: ,si ex Omnibus Atheniensibus
unus chorus eligitur, in quem optimi quique cantores
recipiuntur et in nnurn colliguntur 1 , so müsste doch noch näay]?
hinzukommen. Auch war es gar nicht Brauch, dass man die
Choreuten aus der gesammten Bürgerschaft auslas, sondern sie
wurden von den einzelnen Phylen gestellt. Uebrigens wäre es
für Athen kein besonderes Lob gewesen, wenn man erst in
der ganzen Bürgerschaft hätte herumsuchen müssen, um einen
Chor von schönen Männern (denn um diese handelt es sich
hier, nicht um gute Sänger) zusammenzubringen, vielmehr will
Sokrates sagen, dass es in Athen eine Fülle von schönen Männern
gab. Darnach muss eis aus xt? verderbt sein, was um so
leichter geschehen konnte, als späterhin ei? geradezu für xl?
gebraucht wurde. Der Sinn ist: wenn irgend ein Chor zu einer
Theorie, z. B. zu jener nach Delos, aus unserer Stadt bestellt
wird. — III, 5, 17 ei; wv xoXXrj pev dxvjpfa (B, a-opia D, ä:rsipia cet.)
•/.ai y.x/J.y. xvj xoXet epijuExai. Von diesen Lesearten sind cbxcpfa und
räc'.pia blosse Conjccturen für das ursprüngliche är^pta, das
durch das sehr zweifelhafte Citat aus Plat. com. in Bekker’s
An. 459, 15 nicht gerechtfertigt ist. Und sollte es auch wirklich
ein Substantivum axv;p:a gegeben haben, so würde es doch mit
seiner Bedeutung: ,Schädlichkeit, Verderblichkeit' oder allenfalls
noch ,Verblendung' schwerlich für unsere Stelle passen,
namentlich in Verbindung mit v.x/la.. Auch Dindorf zweifelt an
der Richtigkeit der Ueberlieferung und denkt an 7ccvr ( pix, was
§• 18 vorkommt. Noch mehr hätte izag.a. für sich, was der