Xeuophontische Studien.
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dies den Leser errathen lasse, wählend es doch seine Sache
gewesen wäre, dies selbst auszusprechen. Darauf gründe ich
nun die Vermuthung, dass unsere Stelle lückenhaft ist. Xenophon
mag etwa geschrieben haben ol oe ;;,iffouvire? p.s, sttsI njvSe
Aperijv hs-youmv 'j7iox.opi^öij.evot, ipi.s cvop.i£ouc. Kay.tav. Dann wäre
die andere Frau als ’Aperij bezeichnet und vollkommen begreiflich,
wie Xenophon später xai r) Ape-f, sfaev sagen konnte, zugleich würde
durch den Gegensatz zu Apeiv) die Benennung Ka/.ta entsprechend
motiviert; endlich erhielte so oTOXopii^opievoi seine Erklärung.
Die andere Stelle ist IV, 6, 5. Hier läuft die Deduction
ganz entsprechend fort bis zu den Worten: Oüy.oOv o 5 . tcTc vöp.oiq
TtetOsp.svct Sbwua oütoi ttoioügi: llävu p.sv ouv scpvj. Hier aber stossen wir
an. Wer möchte nämlich behaupten, dass dieser Satz sich passend
den drei vorausgehenden, mit Ouxouv eingeleiteten Sätzen anschliesst
und mit ihnen eine Kette von Folgerungen bildet? Oder
folgt etwa aus dem Satze, dass die, welche mit Menschen gut
umgehen, auch die menschlichen Dinge gut betreiben, der andere,
dass die, welche den Gesetzen gehorchen, gerecht handeln? Daher
vermuthe ich, dass ein Satz ausgefallen ist, welcher den zweiten
Theil der Argumentation einleitete, etwa folgenden Inhaltes:
Muss Jemand den Gesetzen gehorchen, wofern er gerecht handeln
und thun soll, was seine Pflicht ist? Bejaht der Mitunterredner
diese Frage, dann ergibt sich die weitere Folgerung:
Also die, welche den Gesetzen gehorchen, handeln gerecht?
V.
Die Apomnemoneumata sind uns, wenn wir von den zahlreichen
Interpolationen und den nicht häufigen Lücken absehen,
sonst in einem ziemlich reinen Texte überliefert. Es Anden
sich wenige Stellen, welche an solchen Verderbnissen leiden, dass
Sinn und Gedanke ganz unklar geworden sind, und was an
Corruptelen vorliegt, lässt sich gewöhnlich ohne besondere
Schwierigkeit beheben. Mit Recht sagt Cobet (N. L. 647):
,qui Über prae caeteris libris Xenoplionteis loncje emendatior et
paucis tantum sententiae vitiis, paulo pluribus dictionis infectus
circ\nnfertuv‘. Unter den älteren Kritikern haben besonders
Ernesti, Weiske und Schneider, unter den neueren Tlirschig,
Gebet und Dindorf die meisten Fehler dieser Art verbessert.
Es bleibt mir daher nur eine sehr geringe Nachlese übrig.