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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Xenophontische  Stadien.

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denn  die  Benützung  dieser  Schrift  ist  in  jenen  beiden  Paragraphen ­
  augenfällig.  Ich  will  nichts  von  den  Worten  §.  18  Küpb?
ye,  ei  sßuixiev,  äp'.azcq  av  coxet  d'pyyov  yeveaOai  sagen,  welche  allerdings ­
  An.  I,  9,  1  ßaatXixdytaToc;  ze  xai  ap/j.tv  aqiüzazoq  nachgebildet
sein  können;  sicher  aber  sind  die  folgenden  xapa  p.sv  Kupou
oubei?  XeyeTa'.  a\JTop.oXvjoai  xpop  ßaotXea,  xapa  oe  ßaaiXeio?  xoXXat
[jwpidoep  xpo?  Kupov  aus  An.  I,  9,  29  xapa  p.ev  K6pou  .  .  .  ouSel?
äxYjet  xpo?  ßaatXea  .  .  .  xapa  os  ßacnXeu?  xoXXoi  xpo?  Kupov  onrijXOov
(vgl.  I,  10,  6  tcuc  .  .  .  auTopoX-joavTap)  entlehnt;  ebenso  stimmt
die  Stelle  §.  19:  exeivw  os  xai  oi  91X01  ’Qmzi.  ts  auvsp.äj'OVTO  xai
amGavövtt  ouvaxeöavov  xävxep  xepi  xov  vexpov  p.a/öp.evoi  xXyjv  Aptatou  •
ApiaTop  S’  exu^ev  exi  tu  suwvup.w  xepaxi  xexaypivop  mit  An.  I,  9,  31
axoGv^axovTop  yap  auxoü  xavxep  oi  xspi  auxov  eu'Xoi  xal  auvrpobce£ot
äxsOavov  [ra^op.evoi  [uxsp  Kupou]  xXyjv  Apiaiou  •  oüxop  Ss  xexayp.evop
sxuy^avev  exi  tu  sucovup.u  xou  ixxtxoü  i'p'/wv  genau  überein.  Nun
könnte  man  zwar  sagen,  dass  Xenophon  hier  Stellen  der  Anabasis,
  welche  er  bereits  ausgearbeitet  hatte,  für  seine  Darstellung ­
  verwerthet  habe;  aber  gerade  diese  wörtliche  Benützung
macht  schon  jene  Paragraphe  im  hohen  Grade  verdächtig.  Mit
Recht  hat  daher  Nitsche  in  dem  bereits  erwähnten  Programme
S.  22  ff.  dieselben  für  unecht  erklärt.  Der  Fälscher  glaubte,
dass  im  Vorausgehenden  nicht  der  ältere  Kyros,  obwol  dieser
durch  die  Worte  ccxep  euScxitj.wxaxop  Sy)  ßaotXsup  yeyevvjxai  ausdrücklich
  gekennzeichnet  wird,  sondern  der  jüngere  Kyros  gemeint ­
  sei,  zu  welchem  Irrthume  ihn  wohl  die  Aehulichkeit  der
Stelle  §.  15  und  1(3  mit  An.  I,  9,  19  ff.  verleitete.  Sehr  charakteristisch ­
  für  ihn  ist  die  lächerliche  Uebertreibung  xoXXai  p.upiaoep.
Soweit  stimme  ich  nun  mit  Nitsche  vollkommen  überein.  Weniger ­
  überzeugend  sind  seine  Gründe  für  die  Unechtheit  von
§.  17.  Allerdings  wird  in  dieser  Antwort  des  Kritobulos  der
gleiche  Gedanke  wiederholt,  wie  im  §.  12,  aber  doch  mit  dem
Unterschiede,  dass,  was  dort  allgemein  von  den  Perserkönigen
gesagt  ist,  hier  im  Besonderen  über  den  älteren  Kyros  ausgesprochen ­
  wird.  Auch  leugne  ich  nicht,  dass  die  Antwort
breit  gehalten  ist,  dass  das  Compositum  exaydXXeaöai,  welches
sonst  in  attischer  Prosa  nicht  vorkommt,  befremden  muss
(vgl.  Cobet  Nov.  lect.  576);  ex!  tu  /wpa?  evepyoup  xoteiv  xal
xaxaoxeuäiie'.v  ist  eine  Wiederholung  derselben  Worte  §.  15  mit
einer  blossen  Umstellung.  Es  sind  also  Verdachtsgründe  genug
            
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