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Sehe nkl.
des Themistogenes herausgegeben habe, ist nichts als eine
Hypothese, ein Versuch die Stelle Hell. IH, 1, 2 zu erklären,
kann also hier gar nicht massgebend sein (a. a. 0. S. 635 ff.).
Uebrigens muss Rehdautz, wenn er seine Ansicht rechtfertigen
will, ein Beispiel von einem solchen Gebrauche des Imperfectum,
wie er ihn annimmt, nachwcisen; ich habe keines aufgefunden.
Es mag allerdings auffallen, dass Xenophon mit
diesem Werke, das freilich der Hauptsache nach lange schon
geschrieben war, so spät hervorgetreten ist; aber wahrscheinlich
hatte er in Skillus Rücksichten zu beobachten, welche später
in Korinth für ihn nicht mehr bestimmend waren. 1
Freilich wäre Oikon. 4, 18 und 19 echt, dann könnte
man, wie dies auch geschehen ist, auf den Gedanken verfallen,
dass dieser Dialog nach der Anabasis geschrieben worden ist;
1 Was die Ursache der Verbannung* des Xenophon anbetrifft, so möchte
ich mit Rücksicht auf die Bemerkung von Rehdantz (in seiner Anabasis,
3. Ausg., S. LI) dem, was ich im ersten Hefte dieser Studien S. (539 ff.
erörtert habe, noch Folgendes beifügen. Man muss hier offenbar zwischen
dem wirklichen und angeblichen Grunde unterscheiden. Der wahre Grund
war sicher kein anderer, als dass er Thibron das Heer übergeben hatte,
keineswegs seine Theilnahme an dem Zuge des Kyros; denn wenn auch
Sokrates nach III, 1, 5 von dieser Theilnahme eine Gefahr für Xenophon
befürchtete, so sieht man doch aus VII, 7, 57 verglichen mit VI, 1, *20;
*2, 15, dass jener Stelle kein so grosses Gewicht beizulegen ist. Zudem
dienten neben Xenophon noch andere Athener im Heere, deren Namen
ich a. a. O. aufgezählt habe, wozu noch Rehdantz den von mir übersehenen
Hegesippos (VII, 3, 28) hinzufügt. Auch hätte, wenn wirklich
jene Theilnahme der Grund zur Verbannung gewesen wäre, dieselbe wol
schon etwas früher erfolgen müssen. Als aber Xenophon das Heer dem
Thibron übergab, war man in Athen gewiss über ihn höchlich erzürnt. Nichts
desto weniger konnte man damals noch nicht so offen auffcreten. Die
Athener hatten ja dem Thibron auf seine Aufforderung dreihundert Reiter
gestellt, freilich solche, welche unter den Dreissig Reiterdienste gethan
hatten, Leute, die sie lieber in der Fremde als in der Heimat, lieber
todt als lebendig sahen (Hell. III, 1, 4), aus welchem Umstande aber
man durchaus nicht mit A. Croiset (Xenophon, Paris 1873, S. 260, n. 19)
und Nitsche (Zeitsclir. für Gymnasialwesen 1874, S. 968) schliessen darf,
dass die Verbannung Xenophons später als 399 erfolgte. Ganz ähnlich
wie bei der Stellung dieses Contingentes werden die Athener bei der
Verbannung Xenophons gehandelt haben. Man getraute sich nicht so
geradewegs gegen ihn zu verfahren und griff daher zu einem Vorwände.
Ob das jener war, den ich S. 641 vermuthet habe, ist freilich eine
andere Frage.