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Schenkl.
Werke des Philodemos Tcepl äpeTwy xal twv a7Ttxsip,£VMV xamwv das
neunte Buck die Hauswirthschaft behandelt, während das zehnte
Buch zepl uKepYjfavfas ganz ähnliche Charakterbilder gibt, wie
sie uns in der früher erwähnten Schrift des Theophrastos vorliegen
(vgl. H. Sauppe, Philodemi de vitiis lib. dec. Weimar,
1853, S. 8 f.). Der zweite Oikonomikos stammt aus der Peripatetischen
Schule, fällt aber jedenfalls in die Zeit nach Theophrastos
(vgl. Göttling a. a. 0. p. XVII ff., Rose, de Aristotelis
librorum ordine, Berlin 1854, p. 59 sqq.). So wie nun der Abschnitt
über die Hauswirthschaft aus der Ethik des Theophrastos
ausgesondert wurde, so löste man auch den Oikonomikos des
Xenophon von den Apomnemoneumata los, um ihn dem Corpus
der Oizovop.'.y.ci einzuverleiben. Diese Sammlung wurde jedenfalls
erst eine geraume Zeit nach Theophrastos, also wahrscheinlich
im dritten Jahrhunderte vor Christus angelegt.
Schliesslich wurde das so verstümmelte Werk in vier Bücher
abgetheilt und dabei, wie wir oben gesehen haben, interpoliert.
Bildeten nun, wie wir vermuthen, die drei Stücke einstens
ein Glanzes, dann sind sie jedenfalls um dieselbe Zeit geschrieben.
Auch lässt sich die Abfassungszeit mit grosser
Wahrscheinlichkeit bestimmen. Wie nämlich schon Geel S. 27
erkannt hat, zeigt uns der Oikonomikos Xenophon als einen
tüchtigen, praktisch durchgebildeten Landwirth. Dabei weht
durch diesen Dialog eine Frische und Freudigkeit, wie sie
rüstiges, erfolgreiches Schaffen hervorruft, und eine Behaglichkeit,
wie sie aus dem längeren Besitze und Genüsse eines
schönen Gutes entspringt. Alles dies weist, wie neuerdings
A. Croiset hervorgehoben hat, darauf hin, dass der Oikonomikos
in Skillus, und zwar nachdem Xenophon schon
einige Jahre daselbst verlebt hatte, geschrieben wurde. Vor
diesem Aufenthalte kam Xenophon auch schwerlich zu der
nothwendigen Ruhe und Stimmung, welche die schriftstellerische
Thätigkeit erfordert. Immer auf dem Marsche oder
im Lager, mitten unter Kriegsleuten und dabei selbst eine
kriegerische Natur, konnte er wol nicht daran denken die
Musen zu pflegen. Erst als er sich in Skillus eingelebt hatte,
konnte er einen solchen Gedanken fassen und zwar wurde
er hiezu ohne Zweifel durch den Angriff angeregt, welchen
Polykrates gegen Sokrates gerichtet hatte. Es galt diese