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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Xenopliontisclie  Studien.

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&nzo)\0'(i(x  zpo?  xou?  BtxacTac  etwas  beitragen.  Man  hatte  nun  von
Xenophon  neben  dem  Symposion  auch  eine  Apologie,  also
Gegenstücke  der  beiden  gleichnamigen  Platonischen  Schriften.
Wann  diese  Apologie  verfasst  wurde,  das  lässt  sich  nicht  mit
Sicherheit  ermitteln.  Als  Werk  des  Xenophon  las  sie  Dion
Chrysostomos,  der  diesen  Schriftsteller  so  oft  als  Vorbild  benützt, ­
  wie  die  Nachbildung  einer  Stelle  der  Apologie  (§.  G)
im  ersten  Melankomas  (Or.  XXVIII,  535  R)  beweist  (vgl.  Geel
S.  23).  Aber  offenbar  war  sie  schon  um  die  Zeit  des  Demetrios
  von  Magnesia,  also  um  60  v.  Chr.,  in  das  Corpus  der
Schriften  Xenophons  aufgenommen  (Diog.  Laert.  II,  6,  13),
und  ihre  Entstehung  reicht  sicher  höher  hinauf,  wol  in  das
zweite  Jahrhundert  vor  Christus.  Dies  vorausgesetzt,  können
wir  die  Ueberarbeitung  der  Apomnemoneumata  in  das  dritte
Jahrhundert  vor  Christus  verlegen.
Wir  kehren  nun  nach  dieser  Abschweifung  wieder  zu  dem
Oikonomikos  zurück.  Um  den  sonderbaren  Anfang  zu  erklären,
hat  man  verschiedene  Hypothesen  aufgestellt.  So  betrachtete
man  den  Oikonomikos  als  eine  Art  Anhängsel  an  die  Denkwürdigkeiten ­
  des  Sokrates;  mit  dem  Eingänge  habe  Xenophon
auf  die  grössere  Schrift  verweisen  wollen.  Ich  gestehe  aufrichtig, ­
  dass  ich  mit  dieser  Erklärung  nichts  anzufangen  weiss.
Entweder  war  der  Oikonomikos  ein  Theil  der  Apomnemoneumata ­
  oder  ein  selbstständiges  Buch.  War  er  ein  Theil,  so  musste
er  wie  jeder  Theil  mit  dem  Ganzen  in  einem  engen  Verbände
stehen,  war  er  als  selbstständige  Schrift  verfasst,  dann  lässt
sich  nicht  begreifen,  wie  Xenophon  einen  solchen  Eingang
wählen  konnte.  Andere  nahmen  an,  das  Büchlein  sei  von
Xenophon  später,  nachdem  er  die  Denkwürdigkeiten  herausgegeben ­
  hatte,  geschrieben  und  noch  IV,  7  angefügt  worden
(vgl.  Lange  S.  30).  Ranke  (de  Xenoph.  vita  et  scriptis  p.  13)
dachte  daran,  den  Oikonomikos  an  einer  Stelle  der  Apomnemoneumata
  unterzubringen  und  meinte,  dass  sich  am  Ende  des
dritten  Buches  ein  passender  Platz  für  ihn  finden  Hesse.  Nitsche
endlich  in  dem  Programme  ,über  die  Abfassung  von  Xenophons
Hellenika*  (Berlin  1871,  S.  27  f.)  meint,  der  auffallende  Eingang ­
  sei  absichtlich  gewählt,  um  schriftstellerischer  Fiction  zu
dienen,  indem  derselbe  nach  Analogie  der  schon  geschriebenen
Apomnemoneumata  auch  das  folgende  Gespräch  als  ein  durch
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