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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

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und  mit  dem  gleichen  Schlüsse.  Seine  Erklärung,  dass  der
Oikonomikos  das  fünfte  Buch  bilde,  ist  freilich  verkehrt,  wie
dies  schon  Gfeel  bemerkt  hat,  aber  man  kann  sie  einem  Manne
wie  G-alenos  wol  Zutrauen.  Zu  Jenen  nun,  die  einen  solchen
Anfang  mit  Bl  .  .  .  y.m  für  möglich  hielten,  gehört  der  Verfasser
der  Apologie,  welcher  seine  Schrift  mit  SwxpaTou;  Be  ä'ijiov  p.oi
Boxe!  etvai  [AE|j.v^cj0ai  xai  .  .  .  beginnt,  und  Nitsche  (a.  a.  0.  S.  954)
mag  wol  Recht  haben,  wenn  er  annimmt,  dieser  Eingang  sei
jenem  des  Oikonomikos  nachgebildet.  Es  ist  aber  ganz  verfehlt ­
  daraus  zu  schliessen,  dass  die  Apologie  zu  dem  Zwecke
verfasst  wurde,  um  den  Schluss  der  Apomnemoneumata  zu
bilden,  sei  es  nun,  dass  man  mit  Lange  S.  30  f.  annimmt,  diese
Schrift  habe  jedes  Epiloges  entbehrt,  oder  mit  Pohle  S.  64
dem  Verfasser  der  Apologie  die  Absicht  zumuthet  den  echten
Epilog  zu  verdrängen.  Wie  Hug  treffend  hervorhebt,  kann  dies
nicht  in  seinem  Plane  gelegen  haben.  Er  will  ja  gar  nicht  als
Xenophon  erscheinen;  er  ändert,  wie  Pohle  S.  64  selbst  bemerkt, ­
  an  den  Stellen,  welche  er  dem  Schlusscapitel  entlehnt
hat,  überall  die  erste  Person;  für  -ijy.ouaa  '.Epixovlvou;  sagt  er
'EpgoyEVT)?  e^(jfYEtX£,  für  oiov  8nj-fY)[/.ai  setzt  er  xcaavowv  to3  avopb?.
Wenn  aber  Hug  meint,  der  Verfasser  der  Apologie  habe  seine
Schrift  doch  in  loser  Weise  an  die  Apomnemoneumata  anschliessen
  wollen,  ähnlich  wie  es  Xenophon  mit  dem  Oikonomikos ­
  oder  Symposion  gethan  habe,  so  hat  dies  nicht  mehr
Wahrscheinlichkeit.  Welchen  Eindruck  konnte  eine  Schrift
machen,  die  ganze  Stellen  wörtlich  jenem  Capitel  entlehnt  und
andere  daraus  in  erweiterter  oder  verkürzter  Bearbeitung  aufgenommen ­
  hatte,  wenn  sie  gemäss  dem  Plane  des  Verfassers
unmittelbar  nach  jenem  Schlusscapitel  gelesen  werden  sollte?
Ich  bin  daher  vielmehr  der  Ansicht,  dass  die  Apologie  eine
Art  Exercitium  ist,  in  einer  Rhetorenschule  entstanden,  eine
Bearbeitung  desselben  Thema,  welches  in  dem  unechten  Endcapitel
  behandelt  war,  aber  in  einer  etwas  erweiterten  Fassung.
Diese  Schülerarbeit,  die  ursprünglich  ohne  den  Namen  ihres
Verfassers  in’s  Publicum  kam,  wurde  später  dem  Xenophon
zugeschrieben,  weil  man  aus  der  vielfachen  Uebereinstimmung
mit  Stellen  der  Apomnemoneumata  und  namentlich  mit  dem
Epiloge  jener  Schrift  auf  Xenophon  als  den  Urheber  derselben
rathen  zu  müssen  glaubte.  Dazu  mochte  auch  der  Titel  Stoxpatou?

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