XenophontiBche Studien.
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Warum soll ihn der Ueberarbeiter verworfen und einen anderen
hinzugefügt haben? Ich könnte auf solche Einwürfe erwidern,
dass wir ja auch noch andere Beispiele von Ueberarbeitungen
haben, ohne den Grund, der dazu bestimmte, angeben zu
können, dass der Interpolator den Schluss, weil er ihm eben
nicht betagte, verworfen und durch einen anderen ersetzt hat.
So ist uns ja auch der echte Epilog der Ivyrupädie verloren,
ein falscher erhalten. Ich könnte darauf hinweisen, dass die
Aenderungen, welche der Redactor an dem ihm vorliegenden
Originale vorgenommen hat, ziemlich weitgehende gewesen sein
müssen, namentlich gegen Ende der Schrift. Manche Stelle
macht den Eindruck eines Excerptes, wie besonders IV, 6, 12 ff.
Alles dies könnte ich erwidern, wenn ich nicht der Ansicht
wäre, dass sich über diese dunkle Partie doch einiges Licht
durch die Erörterung des Verhältnisses, in welchem der Oikonomikos
zu den Apomnemoneumata steht, verbreiten Hesse.
Dieser Dialog, der bekanntlich ebenso wie das Symposion
nachweislich zu Ciceros Zeit als eine selbstständige Schrift
betrachtet wurde, beginnt nämlich mit den Worten ijzoutra Be
xcts atnou y.ai icept oiy.ovojj.iai; TOtäBs otaXeYOjj.svou, also mit der Formel,
mit welcher in unserer Schrift mehrfach (vgl. II, 4 u. 5)
Gespräche eingeleitet und an das Vorhergehende angereiht sind.
Schon daraus und dann aus den Wörtchen Be, aÜTou und y.at
erhellt, dass der Oikonomikos unmöglich eine selbstständige
Schrift sein kann. Nichts desto weniger hat man ihn im Alterthume
für eine solche gehalten, wie dies aus der bekannten
Stelle des Galenos (vol. 12, p. 288 Chart.) erhellt: Kat toi tivs;
st; toooütov ^y.ouat oo^ta; mote tou Esvoowvto; Oiy.ovojj.ty.ou jj.vvjjj.ovsustv
otö|j.svot jj-apiupsTv aurot; s0o; etvat toT; TraXaioT; sv äp/jfl AÖyou yjfrp0at
tm Bs ouvBeojj.M Bia touto oaotv äpjjsaOat t’ov SsvotpuvTa tou ouYYpajj.-|j.aT0;
outm; - ’l-Iyouaa . . . BiaXeY°p.evou, [j.yj yty/dixnionei Sn to ßtßXt'ov
toüto töv SMy.paTtzöv ’ATOjj.vjj[j.ovsujj.äTMv eari t'o sa/aTOv. Aus dieser
Stelle ersieht man, dass Galenos in diesem. Puncte viel vernünftiger
dachte als so manche Andere, ferner dass in dem
Exemplare, welches er besass, der Oikonomikos unmittelbar
an die Apomnemoneumata angereiht war, wie ja dies auch in
einigen unserer Handschriften der Fall ist. Weitere Schlüsse
daraus zu ziehen wäre höchst bedenklich. Galenos las sicher
die Apomnemoneumata in der Gestalt, wie sie uns vorliegen,
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