Xenopliontische Studien.
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§§. 5 und 6 enthalten nichts, was zu einer Bemerkung- Anlass
gäbe; nur sollte wol Hermogenes statt ot ’ÄÖ-qvvjai Sixaarat vielmehr
ol evOäoe o. sagen. Desto schlimmer steht es um §. 7.
Der erste Satz a eyw . . . yiyvtbcnuü/ ist ein wahres Muster von
ungeschickter und confuser Darstellung. Die Verbindung des
Imperfectum vjcrOavopy)'/ mit dem Perfectum oiaxcxsAsxa, welche
schon Schneider tadelte, der leere Satz idtq oiWoiq ävQpwTroi?
evTUYxavuv, der, man weiss nicht warum, beigefügt ist, endlich
die überflüssige Wiederholung, welche in outio Siaxexekeza Ttepi
ep.a-jxoü yiy/d)o/Mv liegt (vgl. Lange S. 35; Bornemann wollte
diese Worte streichen), zeigen, dass man es mit einem schlechten
Machwerke zu thun hat. Erklären lässt sich allerdings alles
und in einer lateinischen Paraphrase, die ein Bischen nachbessert,
nimmt sich die Sache noch leidlich aus; nur fragt es sich, ob
man sich nicht so selbst in Täuschung führt. Den Fälscher
verräth auch der Gebrauch von xapaOsiopwv für das bei den
Attilcern übliche xapaßdXXwv. Nicht besser ist der folgende Satz
■/.cd ob . . . yiy/eoOca, der sich wiederum in übergrosser Breite
einherbewegt. Man beachte auch den unklaren Ausdruck oütw?
oäv st/ov r.pbq to'o; eautwv cpi'Xou? und das unattische Siöitsp für Siöti.
Man könnte nun annehmen, dass Siöti von Abschreibern eingeschwärzt
wurde, und mit Hug oiöti hersteilen, wenn nur nicht
selbst nach dieser Aenderung genug des Fehlerhaften übrig
bliebe. Dass §. 8 und 9 zwei Sätze hinter einander mit aXXä
I-Mjv . . . ys beginnen, hat schon Lange S. 33 mit Recht getadelt.
Es würde nichts dagegen zu bemerken sein, wenn die beiden
Sätze parallel stünden, wenn der zweite eine Ergänzung oder
nähere Bestimmung des ersten wäre. Das ist aber nicht der
Fall; denn der erste enthält eine Folgerung aus dem Vorhergehenden,
der zweite bringt einen neuen Grund bei. Man versuche
nur die beiden Sätze in das Lateinische zu übertragen und
mit at vero einzuleiten; es wird dann die Unmöglichkeit einer
solchen Gedankenverbindung klar hervortreten. Ueberhaupt ist
es mit der logischen Anordnung dieser Partie recht schlimm
bestellt. Was Pohle S. 59 zur Rechtfertigung dieser Stelle sagt:
,den beiden einzig möglichen Einwänden des Hermogenes wird
hier, ohne dass ihre Verlautbarung nur abgewartet wird, in
gleicher Form unmittelbar nach einander begegnet', ist mir
nicht recht verständlich. Ebenso wenig ist es ihm gelungen