134
S chcnk 1.
Muster von Stilistik; auch sollte man wohl aiaOop.svoui; YjSr (
erwarten. §. 9 hat schon Dindorf äEioXö-fw; YjäeaOat gerügt,
welches ganz dem apy.oüvxwp ijoscOat in der gleichfalls unechten
Stelle I, 3, 15 entspricht. Und wie armselig ist im folgenden
Satze die Wiederholung xd eipvjp.sva . . . em xol? sipy)p.evo'.c. Noch
auffälliger ist §. 10 die Construction •/.axe/o;j,ev(;> lici xw cttuouSoc^eiv
ixspi xd? e'f/uxäxw vpovdc, welche schon Schneider tadelte; sie
kam schon Abschreibern bedenklich vor, da in B für eixl xw:
Txepl x'o gesetzt ist, was sich aber wegen des folgenden icepl
nicht halten lässt; Schneider und Bornemann haben etc! eingeklammert,
Koraes dachte an tab xou. Auch xd? eyY UTi * tü) fjboyä?
ist ein seltsamer Ausdruck. §. 11 begegnet uns die Phrase
xwv Sid xoü crüp.axo? ■/jSoväW, worüber wir schon oben (S. 110)
gesprochen haben; weiterhin fällt zoieTv auf, das Cobet (N. L.
683) streichen will. Am Schlüsse steht der unleugbar schlecht
stilisierte Satz y.ai Abyw y.ai epyco StaXeYovxa? zaxa yivq xd p.ev ayaOa
ixpoaipelaOat, xwv ol y.ay.üv obce^ecOai. Was hier zai Epyw besagen
soll, ist nicht abzusehen; es wird aber begreiflich, wenn
man erwägt, dass der Interpolator diese Uebereinstimmung
von Wort und That auch schon im vierton Capitel hervorzuheben
suchte, wie denn dies gleich wieder im folgenden geschieht;
1 die Phrase hioCKiyo'naq zaxd ysrq, welche an diesem
Platze ganz unverständlich ist, hat er aus dem folgenden entnommen,
um auf oiakeYEuOai zu kommen. Den ersten Satz im
§. 12 y.ai oüxw? e<prj apiaxoo? xe y.ai Euoaqaoveaxdxou? avSpa? yiy'teaOca
y.ai StaXsYxaÖai Buvaxwxdxou? hat schon Schneider als eine blosse
Wiederholung des Schlusssatzes des Capitels verworfen. Der
Interpolator hat ihn hier eingefügt, weil er hier das offenbar
echte Stück ftpv) ol y.ai . . . BiaXezxizwxaxou?, das ursprünglich in
der Gegend von IV, 6, 15 gestanden haben mochte, anflicken
wollte, um dann mittelst der stereotypen Phrase w? de y.ai . . .
Xlfeiv, welche ihn deutlich kennzeichnet, einen Uebergang zu
gewinnen. Nur hat der Interpolator, wie Schneider ganz richtig
bemerkte, übel daran gethan, YjYsp.öv'.y.wxäxou? in eu§iat|j.ovecjxdxou?
zu ändern. Freilich suoaip.ovEaxdxou? schien ihm besser zum Vorhergehenden
zu passen; auch verdeckte diese Variation doch
einigermassen die Entlehnung. Wenn man diese Einzelnheiten
1 Man vergleiche I, 6, 6, worüber wir schon gesprochen haben.