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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Xenopliontisclie  Studien.

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mit  seinen  unklaren  Wendungen,  welche  auch  gegen  den  Atheismus ­
  und  gegen  den  Sprachgebrauch  überhaupt  verstossen,
und  die  Nachbildung  von  Stollen  der  Kyrupädie.  Wir  wollen
zu  diesem  Zwecke  das  Capitel  durchgehen  und,  was  in  dieser
Beziehung  bemerken  sw  er  th  ist,  kurz  zusammenstellen.
Gleich  im  Eingänge  heisst  es  Tb  p.ev  ouv  Xeztizou;  zai
7ipay.Tiz.oui;  zai  p.Y))ravizoU(:  yiyvEoOat  touc  cuvövTac  oüz  sgtteuoev.  Hier
ist  die  Häufung  der  Adjectivbildungen  auf  -zbc  eben  nicht  wolklingend,
  1  geradezu  auffällig  aber  p/r^avizouc  neben  TtpazTizouc,
das  in  einer  ganz  anderen  Weise  III,  1,  6  gebraucht  erscheint.
Im  Folgenden  sollte  es  statt  actzwTEpou;  doch  vielmehr  aotzou;
p.aXXov  heissen.  Im  zweiten  Paragraphe  hat  Niemand  bisher
die  Phrase  outwe  bpzXouvTi  oder  das  Imperfectum  SwiyoüvTO  zu
erklären  vermocht,  wozu  noch  kommt,  dass  hier  SwjyeurÖai  seltsamer
  Weise  ohne  Object  steht.  §.  6  heisst  es  von  dem  Wasser
auvtpsipstv  oe  zai  aÜTo'u;  worüber  jeder  verständige  Leser
den  Kopf  schütteln  wird,  besonders  wenn  er  das  unmittelbar
folgende  tcgcot  toT;  TpEoouoiv  vjjj.ac;  vergleicht.  Gleich  darauf  liest
man  die  Form  doOovsoTa-ov,  während  Xenophon  sonst  immer
doÜovwxaTO;  gebraucht.  Wenn  Euthydemos  §.  8  dvOpOircov  evsza
sagt,  so  ist  damit  der  im  §.  9  und  10  folgenden  Erörterung
der  Boden  weggezogen.  Der  Fälscher  hat  nicht  bedacht,  dass
es  hier  nothwendig  töv  u.kov  svey.a  heissen  müsse.  Weiterhin
beachte  man  in  den  Worten  t(  yap  aXXo  £wov  aiyöv  ts  zai  oiölv
zai  ßoojv  zai  iirrcwv  zai  ovwv  zai  twv  a’XXtov  Opwv  .  .  .  nicht  bloss
den  ungeschickten  Ausdruck,  sondern  auch  die  unpassende
Nachbildung  von  I,  4,  14  ou  yap  Ttdvu  .  .  .  ßtOTsüouoi.  §.  11  hat
Schneider  mit  Recht  p.vv;p.ovs6ovTE<;  gerügt,  das  der  Fälscher
offenbar  gesetzt  hat,  um  den  chiastischen  Parallelismus  aiaOavöp.sOa
  Xoyii^öp.Evoi  und  p.vv;p.ovEÜcv7sc  zaTap.avOdvop.Ev  anzubringen.
§.  12  ist  eine  verkehrte  Nachahmung  von  I,  4,  15.  Dass  die
Stelle  §.  13  zai  b  tov  oXov  .  .  .  v^p.Tv  eariv  aus  Xen.  Cyr.  VIII,  7,  22
entnommen  ist,  hat  schon  Schneider  angedeutet  und  Herbst
weiter  ausgeführt.  Sie  erinnert  fast  in  jedem  Worte  an  ihr
Urbild:  tov  oXov,  ouve^wv,  aei,  aTpißij,  äyi^paTov  (denn  ay^paxa  verdankt ­
  nur  dem  Irrthume  eines  Abschreibers  seinen  Ursprung,
der  diese  Adjectiva  mit  zaXa  verband),  dvap.apT^Twc;  cuvTaxTcov

1  Sie  findet  sich  freilich  auch  in  echten  Stellen,  z.  13.  I,  1,  7.
            
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