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S c li e u lt 1.
dem Ueberarbeiter, dem wir nach dieser und anderen Spuren
auch die Eintheilung der Schrift in Bücher zuzuschreiben haben ;
besonders geeignet zu sein, als Proömium zu dienen und so
hat er denn hier den Einschnitt gemacht und jene Stelle mit
einigen Umänderungen zur Einleitung des vierten Buches verwendet.
Es wird dies uns später als Ausgangspunct für eine
wichtige Folgerung dienen.
Dass das dritte Capitel in keiner richtigen Verbindung
mit dem Vorhergehenden steht, hat schon Dindorf praef. p. X
bemerkt. Im ersten Capitel wird nämlich dargelegt, wie Sokrates
gegenüber den Jünglingen, mit welchen er verkehrte,
die Wichtigkeit der Bildung betonte und nachwies, dass dieselbe
weder durch eine gute Naturanlage, noch durch Reichthum
ersetzt werden könne. Das zweite Capitel zeigt in einem
Gespräche des Sokrates mit Euthydemos, wie derselbe Jünglinge,
welche schon eine tüchtige Bildung zu besitzen meinten,
obwol dies in Wahrheit nicht der Fall war, und sich auf ihre
Schulweisheit viel zu Gute thaten, zur richtigen Erkenntniss
führte. Nun folgt im dritten Capitel nach einer Einleitung, die
sich in den uns bereits bekannten, leeren und misstönigen Phrasen
des Interpolators bewegt, ein,e Unterredung mit Euthydemos,
welche denselben Inhalt hat, wie jene mit Aristodemos im
ersten Buche über das Wesen der Götter und ihre Einwirkung
auf die Weltordnung. Man wird zugeben müssen, dass dieses
Gespräch nach der längeren Einleitung im ersten Capitel die
noch weitere Erörterungen über die uaiäsfa erwarten lässt, im
höchsten Grade befremden muss. Weiterhin ist es ganz unglaublich,
dass Xenophon denselben Gegenstand in zwei Gesprächen,
die noch dazu so weit von einander getrennt sind,
behandelt haben soll. Man könnte die Sache noch annehmen,
wenn sich in dem zweiten Dialoge ein verschiedener Standpunct,
eine neue Auffassung geltend machen würde. Das ist
aber durchaus nicht der Fall. Und nun beachte man noch,
wie das erste Gespräch mit einer Reihe von Zügen ausgestattet
ist, welche für Sokrates, seinen Mitunterredner und ihre Zeit
charakteristisch ist, während das zweite sich mühsam in ganz
allgemeinen Sätzen hinschleppt, die ebenso gut von anderen
Leuten als Sokrates und Euthydemos vorgetragen werden
konnten. Entscheidend aber für die Unechtheit ist der Stil