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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 80. Band, (Jahrgang 1875)

Xenophöntische  Studien.

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Schaden  des  Textes  denen  der  anderen  Familie  vorgezogen.
Damit  will  ich  nicht  leugnen,  dass  er  an  einigen,  aber  wenigen
Stellen  allein  das  Richtige  erhalten  hat,  z.  B.  I,  4,  15  die
Spur  der  richtigen  Leseart  &ax£p  croi  au  fqq,  II,  1,  9  ys  \i.bnoi,
6,  5  süvoui;,  10,  1  avaaOaf],  wofür  in  den  anderen  Handschriften
das  Glossem  avazopiav)  steht.  Hätten  wir  bloss  A  erhalten,  so
stünde  es  um  den  Text  der  beiden  ersten  Bücher  wahrlich
schlecht.
Eine  Abschrift  von  A  ist  der  Vindobonensis  XI  (jetzt
CII;  in  meiner  Ausgabe  V 1 ),  welchen  ich  verglichen  habe,  um
für  diejenigen  Stellen,  wo  Dindorf’s  Angaben  über  A  nicht
vollkommen  klar  sind,  einen  Anhaitspunct  zu  haben.  Diese
Abschrift  ist  zu  einer  Zeit  gemacht,  als  A  bereits  von  der
alten  Hand  (matius  antiqua,  wie  sie  Dindorf  nennt)  corrigiert
war,  aber  ehe  noch  die  zweite  jüngere  Hand  ihre  Correcturen
eingetragen  hatte,  wie  denn  z.  B.  V 1  I,  4,  15  die  Leseart  oüok
nicht  kennt,  dagegen  I,  7,  5  ouo’  vor  d.  nc  liest,  was  in  A  ausradiert ­
  ist;  I,  6,  6  hat  er  xwXüovxat,  nicht  iuoXütimat  wie  A 2 .
Uebrigens  irrt  Dindorf,  wenn  er  Praef.  p.  III  den  V 1  apographum
  accuratissimum  nennt;  denn  der  Codex  ist  von  Jemand
geschrieben,  der  bei  der  Abschrift  manches  zu  verbessern
suchte  und,  wie  es  scheint,  auch  einen  Codex  der  anderen  Familie ­
  heranzog.  So  bietet  z.  B.  V 1  I,  2,  23  nicht  '(ap  tu  wie  A,
sondern  tu  yap  wie  B,  4,  7  nicht  Te^vyjgaxi  wie  A,  sondern
■zeyrqp.aG'.  wie  B,  II,  3,  IS  dXXip.otv  (corr.  w),  6,  9  -auxa  wie  B,
nicht  xoiauxa  wie  A,  wofern  nicht  an  diesen  und  anderen  Stellen
Dübner’s  Collation  unzuverlässig  ist. 1  Was  unter  den  Lesearten
von  V 1  bemerkenswerth  ist,  habe  ich  in  meiner  Ausgabe  verzeichnet, ­
  auf  welche  ich  hier  verweise.  Interessant  ist  tkuoö-[J.svo?
  ohne  y.a!  I,  1,  5,  oiÖupägßoiv  I,  4,  3,  das  auch  in  V 3  steht
und  das  Cobet  (Prosop.  Xen.  12)  vermuthet  hat,  dann  das  unzweifelhaft ­
  richtige  ^evopievot  II,  1,  21,  wofür  die  Uebrigen  yivo-Hsvoi
  oder  yiyvöp.evoi  lesen.  Wenn  übrigens  Ernesti  angibt,  dass
in  V 1  I,  2,  24  xoXoaeusiv  fehlt,  so  ist  dies  völlig  unbegründet;
das  Wort  fehlt  weder  in  V 1 ,  noch  in  den  beiden  anderen
1  Dass  BI,  I,  10  EaeaOou  hat,  ivie  Dindorf  angibt,  beruht  auf  einem  lrrtlnuue;
  B  gibt  E?vai,  wahrscheinlich  aber  stellt  heallxi  in  A,  da  es  V 1
bietet;  ebenso  hat  nicht  A  I,  -i,  2  oua  sondern  B  (V 1  05  Xe'Sov).
            
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