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Idole in jeder Hinsicht als unecht zu verwerfen seien. Der Vortragende
unterwarf dann die prillwitzer Idole von allen Seiten einer
scharfen, aufrichtigen Kritik, indem er bis zur vollsten Ueberzeugung
darlegte, dass an die Echtheit der prillwitzer Idole nicht zu
glauben sei, indem 1) das Metall (Bronze, Messing, Blei u. s.vv.
in offenbar ganz jungen Güssen) zum grössten Theile dem gesammten
Alterthume offenbar widerspreche; 2) der Guss so unvollkommen
sei, dass er mit allen Alterthiimern des deutschen
Heidenthums und namentlich mit den ausgezeichnet, ja vollkommen
gearbeiteten echten Denkmälern in geraden Widerstreit trete;
3) der Styl dieser Puppen so roh und ungeschlacht sei, dass kein
Volk des Alterthums etwas so Schlechtes producirt habe, dass die
vielen Schildereien , mit denen die Originale der Puppen an
allen Gliedern aufgeputzt sind, offenbar aus der französirenden
ltococo-Zeit um 1700 stammen und in ihrer galanten und eleganten
Bildung und oft kunstreichen Zeichnung wenig oder nicht zu
den plumpen Formen der Idole selbst stimmen; dass 4) die Inschriften
nichts Alterthümliehes , sondern entweder seit alter
Zeit allbekannte Wörter, oder ganz unsinnige Wortformen geben ;
dass 5) das ebenfalls ganz isolirt dastehende Runenalphabet
der Idole in jedem einzelnen Buchstaben ganz und allein erweislich
ein im Anfänge des vorigen Jahrhunderts von unkritischen
meklenburgischen Schriftstellern aus nordischen Runenwerken
willkürlich zusarnmengestoppeltes Alphabet sei , und 6) dass die
Unechtheit der Idole evident daraus hervorgehe, dass einige bisher
als echt aufgeführte Hauptgölzen nur plump restaurirte Nachbildungen
von einigen bisher in Abbildung nicht bekannt gewordenen
echten , verstümmelten Figuren seien , und dass diese
Nachbildungen noch Spuren der neuen G y p s formen und eines
neuen Firnisses, statt des edlen Rostes, getragen hätten. Der Vortragende
legte dies alles mit treffenden Beweisen ausführlich dar,
sich jedoch die öffentliche Auseinandersetzung durch den Druck
vorbehaltend. Er ging sodann weiter und erzählte in genauem
Zusammenhänge die Geschichte des angeblichen Fundes und seiner
verschiedenen schriftstellerischen Bearbeitungen und kam endlich
aüf die entscheidenderen Beweismittel, indem er versicherte, dass,
wie schon in der bekannten, in der königl. Akademie der Wissenschaften
zu Berlin gehaltenen und gedruckten Vorlesung des weil.