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sclieinlich, dass sie erst später eingefügt wurde, weil er das Buch
der Natur viel früher schrieb. In einer Urkunde des Jahres 1367
erscheint Conrad von Megenberg mit vollem Namen: als Meyster
Cliunradus de Megenbergh , Domherr zu Regensburg und in
einer andern vom J. 1374 als bereits verstorben s ), wornach er
also 65 Jahre gelebt bat.
Nachdem ich hier das Wesentliche über Conr. v. Megenberg
zusammengestellt habe , will ich noch ein paar Worte über den
Verfasser des Buches der Natur hinzufügen. Lange galt Albert
der Grosse dafür. Dies mag daher rühren, dass sein Bearbeiter
den Namen des eigentlichen Verfassers selbst nicht gewusst zu
haben scheint, denn er nannte in der gereimten Vorrede seines
Buches irrig den Albertus als Sammler 3 ). Lambecius nahm diese
Angabe für wahr an und so ward dieser Irrthum von mehreren
namentlich auch von Koch in seinem Compendium I. 54 beibchalten.
Dass Albert der Grosse das Buch nicht verfasst habe, hat vor
mehr als 30 Jahren Prof. J. G. Schneider auf das überzeugendste
') Vgl. am angezeigten Orte, Bd. II., Seite 903. „Noverint universi praesentes
litteras inspecturi, et praecipue, quorum interest vel intererit in futurum,
quod nos Andreas custos, Cunradus de curia, Heinricus de Paulstorf,
Magr. Cliunradus de Megenbergh, Jacobus de Wilhalmsdorf . . . .
canonici capitulares ecclesiae Ratispon. ad hoc capitulariter congregati
”
3 ) Vgl. ebenda Bd. II., Seite 909, Urkunde vom J. 1374 : „Wir Cliunrad
von gotez genaden Bischof zu Regensburg bekennen offenlich mit dem
brief allen die in ansehent oder horent lesen daz wir unser Haus, gelegen
hie ze Regensburg, genannt dez Ernvelser Haus, daz uns jtzu ledig
worden ist von Mayster Cliunrad von Megenberg seligem,
mit sampt der Kapellen darinne , und mit allem den eren, rechten und
nutzen recht und redlich verchauft haben — —
8 ) Vgl. Hagen’s Museum für altd. Litter. u. Kunst. Berlin 1809, I. 149.
„Also trag ich ein puch
Von Latein in Deutsches wort
daz hat Albertus meisterleich gesamelt von den Alten;
Gelüst dich des, daz such
Es ist von mancher dingen hört
Diu uns gar wirdicleichen sint in der natur behalten. cc
und am Ende der Vorrede der von Koch beschriebenen Hs. der Abtey
Banz heisst es ausdrücklich, vgl. S. 243: „Also trug ich ein buch von
Latein in Deutsche wort, dax hat Albertus meisterlich gesamnet von
den Alten.