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rühren konnten, indem diese aus Holz gekaut war und durch Feuer
zerstört wurde, Brandspuren sich aber unter den Quadern nicht
zeigten; weil überdies die bis zum Ursprünge der Stadt wohlbekannte
Geschichte von Innsbruck keine Kunde gibt von einem Gebäude,
welchem die grossartigen Trümmer an dieser Stelle zugeschrieben
werden könnten: so liegt die Vermuthung sehr nahe, dass man auf
Reste des unter Attila zerstörten römischen Veldidena gestossen sei.
Doch ich würde die Geduld der hochverehrten Versammlung
missbrauchen, wenn ich in der Aufzählung vieler anderer mehr
oder minder wichtiger Entdeckungen, die zu Schwaz, zu Hötting
bei Innsbruck, auf dem Ritten in der Nähe von Botzen, bei Kaltem,
in Tramin u. s. w. um diese Zeit gemacht wurden, fortfahren
wollte. Die Funde, wie ich schon früher bemerkte, wurden grüsstentheils
in den Räumen des Ferdinandeums hinterlegt, und ich zweifle
nicht, dass die Zeit kommen wird, wo die dort anfgehäuften und
geordneten antiquarischen Schätze fähige Talente anregen werden,
ihnen auch wieder schriftstellerische Aufmerksamkeit zuzuwenden
und Worte zu leihen, durch welche diese ehrwürdigen Reste einer
untergegangenen Zeit verständlich zu uns sprechen.
Hr. Dr. Pfizmaier legt vor: „Kritische Durchsicht
der von Dawidow verfassten Wörtersamnilnna’ aus der
Sprache der Aino’s” *)> und liest nachstehendes Vorwort dazu:
Das von Dawidow gesammelte Vocabularium aus der Sprache
der Aino’s, das einzige beträchtlichere, das ausser Japan erschienen
-), hat in seiner ursprünglichen Zusammensetzung so viele
1 ) Die Wörtersammlung wurde zum Abdrucke in einer besonderen Beilage
zu diesem Hefte bestimmt, welche mitfolgt.
2 ) Dasselbe findet sich in dem Werke: ,,Wörtersammlungen aus den Sprachen
einiger Völker des östlichen Asiens und der Nordwest-Küste von Amerika.
Bekannt gemacht von A. J. v. Krusenstern, Capitan der russisch - kaiserlichen
Marine. St. Petersburg 1813,” und führt den besonderen Titel: ,,Wörtersammlung
aus der Sprache der Aino’s, der Bewohner der Halbinsel (sic)
Sachalin, der Insel Jesso und der südlichen Kurilen.” Dawidow schrieb
diese Sammlung während seiner Expedition gegen die japanischen Niederlassungen
hei den Aino’s, und erst nach seinem bald darauf erfolgten Tode
— er verunglückte durch einen Zufall in der Newa — erschien das Werk in
der eben angeführten deutschen Bearbeitung.