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zerschlug sicli aber an den unmässigen Forderungen des Grundeiirenthümors.
Diese Mosaikböden gehörten zu denselben römischen
Altertbümern, über welche Albert v, Mu ch a r im Jahre 1828 während
eines Sommeraufenthaltes in seiner Vaterstadt Lienz die früher
erwähnte Abhandlung geschrieben hatte.
An der Strasse von Innsbruck nach Salzburg, gerade an dem
Puncte, wo auch die Strassen von Kufstein und Brixenthal einmünden,
erhebt sich ein Hügel, der sogenannte Gratenberg, der als
Fundort römischer Altertliümer lange schon die Aufmerksamkeit
auf sich gezogen. Da er auf der Linie von Veididcna nach Juvavium
und von Veididcna nach Pons Oeni fast in der Mitte liegt
und den vorerwähnten Strassenknoten königlich beherrscht, so
schlossen die Alterthumsforscher mit liecht, dass ein solcher
Punct dem Scharfblicke der Römer nicht entgangen sein konnte;
sic suchten daher, obwohl mit wenig Glück, in seiner Nähe das
alte Albianum, glücklicher hingegen das alte Masciacum, dessen
Name sich noch im Schlosse Matzen erhalten haben dürfte. Ermuthigt
durch manche Funde früherer Zeit bildete sicli in Schwaz
auf Betrieb des der Wissenschaft zu schnell durch den Tod entrissenen
Coneeptspractiknuten Jos. Stapf-Ruedl ein Verein zur
Untersuchung der classischen Gegend von Wörgl. Bald wurden
die Bemühungen des Vereines durch den glücklichsten Erfolg gekrönt.
Sowohl im Krumpacher Felde als im Eggendorfer Walde
entdeckte man römische Gräber und Reste römischer Gebäude.
Der Verein lieferte mit seltener Uneigennützigkeit die meisten
Funde an das Ferdinandeum in Innsbruck ab, unter andern’eine
wegen der daran befindlichen Schriftzeichen sehr merkwürdige
Urne, über welche jedoch Graf G io van eil i kein Urtheil auszusprechen
wagte.
Interessante Entdeckungen geschahen im Jahre 1844 bei der
Grundgrabuna 1 für das neue Theater in Innsbruck. In einer Tiefe
von 7 Fuss stiess man allenthalben auf kreuz und quer durcheinanderliegende
feingemeisselte Quadern, welche offenbar von einem
grossartigen und weitläufigen Gebäude herrühren mussten, da sie
sich unter dem Grunde des alten Theaters, und auch tief unter
der Strasse befanden, welche, so weit man die Geschichte von
Innsbruck zurück kennt, in älterer Zeit um die Hofgebäude herumführte;
weil sie ferner von der erzherzoglichen Ruhelust nicht her-