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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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sehen  Ansiedelung'  bei  Lienz  im  Pusterthale,  und  viele  andere
Jahrgänge  eine  Menge  schätzbarer  Winke  und  Aufschlüsse  über
andere  Denkmäler  der  ältern  Zeit.
In  den  Jahren  1825  und  1826  schrieb  Stoffell  a,  Gymnasialprofessor ­
  und  Mitglied  der  Gesellschaft  der  Agiati  in  Roveredo,
ein  zu  früh  verblichenes  Talent,  seine  Abhandlungen  „sopra  una
statuetta  di  bronzo  trovala  in  Cavedine,”  und:  „Sopra  i
scpolchri  romani  scoperti  in  Rovereto  Vanno  1819.”  Er  war
in  vielen  Puncten  ein  heftiger  Gegner  des  Grafen  Giovanelli,
oft  mit  weniger  Rücksicht,  als  sich  für  den  jungen  Mann  gegenüber ­
  dem  Veteranen  in  der  Alterthumskunde  geziemen  mochte.
Endlich  imJahre  1832  beehrte  auch  der  gelehrte  Bernhard  Stark,
Mitglied  der  kön.  baier.  Akademie  der  Wissenschaften  und
Capitular  des  ehemaligen  Reichsstiftes  St.  Emmerau  in  Regensburg, ­
  Tirol  mit  einer  „Paläographiseheu  Abhandlung  über
einen  zum  Andenken  des  Kaisers  Decius  und  seiner  beiden  Söhne
errichteten,  und  im  Stifte  Wilten  aufbewahrten  Meilenstein.  Augs-I
  bürg  1832.”  Dieser  Abhandlung  liess  er  (1840  Landshut)  „Paläographische
  Bemerkungen  über  einen  bei  Ziel  aufgefundenen,  zum
Andenken  des  Kaisers  Decius  und  seiner  beiden  Söhne  errichteten
Meilenstein”  folgen.  —  Die  neue  Zeitschrift  des  Ferdinandeums
besprach  die  erste  dieser  Abhandlungen  im  V.  Bändehen  vom  Jahre
1839,  und  theilte  dort  die  Ansichten  unseres  berühmten  Mitgliedes
Dr.  Labu  s  aus  Mailand  über  die  Decius-Steine  mit,  der  um  seine
Aeusserung  ersucht  worden  war.
Den  Schluss  aller  Untersuchungen  über  Alterthüiner  der
tirolischen*Urzeit  bildet  das  im  Jahre  1843  von  Ludwig  Steub
in  München  herausgegebene  Werkchen:  ,,Ueber  die  Urbewohner
Rhätiens  und  ihren  Zusammenhang  mit  den  Etruskern,”  ein  Büchlein ­
  von  so  neuen  Ansichten,  von  so  origineller  Sprachbildung,
und  von  so  überraschenden  Wendungen,  dass  man  unwillkürlich
zur  Frage  sich  hingedrängt  fühlt,  ob  dem  Herrn  Verfasser  wohl
t  Ernst  mit  der  Sache  war?
Nach  der  Aufzählung  so  vieler  und  theihveise  sehr  gelungener
Leistungen  auf  dem  Gebiete  der  tirolischen  Alterthumsforschung
erscheint  es  beinahe  als  Pflicht,  noch  hinzuzufügen,  was  in  der
allerletzten  Zeit  auf  diesem  Felde  geschehen,  und  was  etwa  für
die  Zukunft  zu  erwarten  ist.  Da  muss  ich  leider  das  wenig  er-
            
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