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für diese wissenschaftlich begründete Behauptung bei der damaligen
politischen Tendenz einer gewissen Partei Unglimpf und
Hohn, worüber er in Briefen an mich manche Klage hinterlegte.
Dafür fand er bald darauf erquickenden Trost und vielfache Bestätigung
seiner verhöhnten Ansicht, als im Frühjahr 1845 zu Matrei
am nördlichen Abhänge des Brenners ein ausgedehntes Grabfeld
entdeckt und echt etruskische mit Zeichnungen und Schrift versehene
Monumente zu Tage gefördert wurden. Mit todtkranker
Hand schrieb der begeisterte Altertumsforscher noch auf dem
Sterbebette sein letztes Werkbhen: „£e antichitä rczio-etrusche
scoperte presso Matrei ncl mag g io del 18H5. Trento,
Monuuni 18H5.”
Mit G i o v a n e 11 i erlosch die Reihe jener altern tirolischen Alterthumsforscher,
die sich durch gründliche dassische Vorstudien
so vorteilhaft auszeichneten.
Neben ihnen waren aber auch andere tirolische und nichttirolische
Gelehrte fortwährend bemüht., ihre Aufmerksamkeit den
Denkmälern der Urzeit zuzuwenden und die Ergebnisse ihrer Studien
durch den Druck zu veröffentlichen. So durchwanderte im Anfänge
dieses Jahrhunderts Vinz. v. Pallhausen Tirol, und beschrieb
in seinem Werke: „Bojoariae topographia romano-ccltica” den
Zug der Römers trasse von Verona nach Augsburg. Pallhausen sah
alles mit einem fixen Vorurteile an, indem die Namen aller Orte, Hügel,
Berge, Thäler und Flüsse in seinen Ohren griechisch klangen,
ein Vorurteil, von welchem leider auch Joseph Thaler in seiner
Abhandlung über: „Tirols Altertümer in dessen geographischen
Eigennamen'” (neue Zeitschrift des Ferdinand. 11. und 12. Bändchen)
vielfach sich leiten liess. Im J. 1820 schrieb Raiser einen
in Augsburg herausgegebenen Quartband über die römischen
Altertümer zu Innsbruck. Dann folgte die reiche Fundgrube für
Tiroler Geschichte überhaupt, der „Bote für Tirol und Vorarlberg,”
mit einer Menge Nachrichten und gediegener Abhandlungen über
altertümliche Entdeckungen. Die Jahrgänge 1820, 1824 und 1831
enthalten höchst wichtige Berichte über römische Strassen in
Tirol und Vorarlberg; d&r Jahrgang 1821 teilt Kunde mit von
antiken Mosaikböden zu Trient; die Jahrgänge 1824 und 1828 über
alte Gräber bei Arco, der letztere Jahrgang auch einen von Albert von
M ilc h ar verfassten weitläufigen Aufsatz über die Reste einer röirfi-