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an der Stelle des verschwundenen Veldidena gemachten Funde auf,
die nach seiner Versicherung in dem Prämonstratenserstifte Wilten
und im Schlosse Ambras hinterlegt wurden. Wichtig in Bezug auf
die Geschichte der Alterthumsforschung ist eine Stelle in der Einleitung
zum genannten Werke, worin Rösch man n seinen Aerger
ausspricht über die Sorglosigkeit der ihm vorangegangenen Zeit,
welche die wichtigsten Alterthümer gedankenlos zu Grunde gehen
liess. „Oft, sagt er, wenn ich auf den nahe gelegenen Wiltauer
Feldern lustwandle, oder im Gebüsche der Hügel, die Innsbruck umkränzen,
oder in den Auen am Inn die herrliche Gegend durchstreife,
befällt mich Zorn gegen unsere Vorfahren, denen der Sinn und die
Thätigkeit für Bewahrung vaterländischer Alterthümer fehlte, die
daher beinahe alle Monumente verwahrlosten und selbst wenn sie
solche aus der Erde gruben, aus Unverstand wieder zu Grunde
gehen Hessen ; ich knirrschte manchmal vor Schmerz, und empfand
ihn nie tiefer, als jüngst, wo ich den Auftrag erhielt, Tirol historisch
zu beleuchten. Da fühlte ich, was dem Lande entgangen war!”
Aji Roschmann schliesst sich nicht sowohl wegen des Umfanges
seiner Leistungen, als wegen Gediegenheit der Arbeiten sein
Zeitgenosse der gelehrte Roveretaner Hieronymus Tartarotti an
(geboren 2. Jänner 1706, gestorben 15. Mai 1761). Tartarotti,
dessen schriftstellerische Thätigkeit vielfache Richtungen verfolgte
— er schrieb über lyrische Poesie, über italienische Beredtsamkeit,
gegen die scholastische Philosophie, wagte es mit seiner Abhandlung
Del congresso notturno delle lande dem damals noch blühenden
Hexenglauben entgegenzutreten, vergriff sich aber später an einigen
kirchlich ehrwürdigen Ueberlieferungen, und erfuhr darüber die
nicht geringe Beschämung, dass seine Schriften auf öffentlichem
Markte in Trient durch Henkershand verbrannt wurden — Tartarotti,
dieser scharfe zersetzende Verstand, versuchte sich
auch auf dem Gebiete der Alterthumsforschung. Er dehnte aber
seine antiquarischen Untersuchungen nicht, wie Roschmann,
über ganz Tirol oder auch nur über einen grossem Theil des
Landes aus, sondern beschränkte sie auf seine Vaterstadt Roveredo
und auf deren nächste Umgebungen. Den Gewinn seiner Stu*
dien hinterlegte er in den zwei Werkchen: ,,Memorie anliche di
Rovereto e de’ luoghi circonvicini” und „Le piü antiche iscrizioni
di Rovereto e della valle lagarina. In Venezia 17.54.”