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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Umfange  geschrieben  sind*),  lieferte  der  unermüdliche  Mann  einen
Folianten,  worin  er  in  geographischer  Ordnung  von  den  Grenzen  Südtirols ­
  anfangend  durch  alle  Haupt-  und  Nebenthäler  fortschreitend
bis  andieNordgrenzen  des  Landes  alle  zu  seiner  Zeit  vorhandenen  und
ihm  bekannt  gewordenen  Denkmäler  der  Urzeit  Tirols  mit  Angabe
des  Fund-  und  Aufbewahrungsortes  beschrieb.  Das  Werk  führt
den  Titel:  Inscriptioneft  et  ulia  diversi  generis  Romana  per
omnem  Tirolim  monumenta,  maximam  purtem  adhuc  extantia
ac  potissinium  inedita  collegit  et  illustravit  Antonius  Roschmann
1756.  Alles  was  Tirol  an  römischen  Strassen  und  Thürmen,  an
Ruinen  von  Bädern  und  andern  Gebäuden,  an  Mosaikböden,  Meilensteinen ­
  und  Inschriften,  an  Grabmonumenten,  Statuen  und  andern
Alterthümern  der  römischen  und  nicht  römischen  Vorzeit  bis  zum
Jahre  1756  aufzuweisen  hatte,  findet  sich  in  diesem  Bande  verzeichnet. ­
  Rose  bin  an  n  erwarb  sich  durch  seine  mühevolle  Arbeit  ein  um
so  grösseres  Verdienst,  als  ein  grosser  Theil  der  von  ihm  beschriebenen ­
  Alterthiimer  seither  zerstört  oder  aus  Abgang  eines  Aufbewahrungsortes ­
  verloren  gegangen,  oder  in  Folge  anderer  Missgeschicke ­
  wohl  für  immer  aus  dem  Lande  verschwunden  ist.  Worin
Roschmann  irrte,  war  seine  Ansicht,  dass  alle  Denkmäler  des
Alterthums  römischen  Ursprungs  seien,  ein  Fehler,  den  die  neuere
Wissenschaft  bei  ihrer  scharfen  Sonderung  der  keltischen,  etruskischen, ­
  römischen  und  germanischen  Alterthiimer  so  verzeihlich
als  unschädlich  finden  wird.
Ehe  Roschmann  dieses  Mauuscript  zusammentrug,  erschien
von  ihm  im  Jahre  1744  bei  Daniel  B  a  r  tliol  om  ä  i  in  Ulm  sein  erstes
dem  Druck  übergebenes  Werk  unter  dem  Titel:  „Vcldidena,  urbs
anliguissima,  Augusti  colonia,  et  totius  Rhcetice  princeps.”
Gestützt  auf  die  Angaben  des  Antoninischen  Itinerars,  der  Peutingerischen
  Tafeln,  der  Notitia  utriusque  imperii,  vorzüglich  aber
auf  Funde,  die  allenthalben  in  der  Gegend  von  Wilten  und  Innsbruck ­
  gemacht  wurden,  beweistRo  s  ch  m  a  n  n  in  diesem  Werke,  dass
an  der  Stelle  der  zwei  genannten  Orte  das  rhätisch-römische  Veldidena
  geblüht  habe.  In  dem  32.  Capitel,  das  die  Aufschrift  trägt:
quaenam  liodic  ex  tantis  ruinis  supersint,  zählt  er  die  reichen

Roschmann’s  Leben  und  Verzeichnisa  seiner  Schriften  in  d.  ält.  Zeitsch.
des  Ferdinandeums,  II.  Bd.  1826.
            
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