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Kundmachung veranlasst, viel zu ändern. Mehrere der verschärften
Todesstrafen kamen ab, und im Jahre 1776 fand sich Maria
Theresia bewogen, mittelst des Ilandbillets vom 2. Januar 1776
die Tortur abzuschaffen, was ihr von allen Seiten Lob und Danksagungen
brachte.
So war also unter dieser berühmten Kaiserinn durch
die von ihr im Jahre 1753 angeordnete Abfassung eines Gesetzbuches,
und die hierüber erfolgten näheren Aufträge, Erfahrungen
und Bestrebungen der Grund zu einer grossen Umstaltung im
Staate gelegt worden, welche nicht mehr rückgängig gemacht werden
konnte und deren nothwendige Folge der Untergang des ältern
Rechts und der mit diesem Rechte nach und nach entstandenen Volksbegriffe
sein musste. Eine ganze Reihe von Organisationen hing
gleichfalls mit dieser Justizreform zusammen , und begann bereits
theilweise schon vor 1780. Aber gross und auch dem gemeinsten
Manne begreiflich wurden die Veränderungen im Justizfache erst
unter dem Kaiser Joseph II. (1780 — 1790). Doch von ihnen zu
reden ist hier nicht mehr die Zeit, vielleicht dass ich in einem
andern Vortrage die Ehre haben werde, von diesen Reformen zu
sprechen und an einigen wichtigen Sätzen zu zeigen, wie sehr sie
auf die öffentlichen Zustände zurückwirkten.
Sitzung vom 10. December 1851.
Freiherr Hammer-Purgstall beschliesst seinen „Bericht
über den zu Kairo erschienenen Commentar
M e s n e wi’s.”
Der sechste Band, der stärkste von allen, indem er sechsthalb
hundert »Seiten in Folio, aber doch nicht mehr als hundert
Absätze hat, beginnt nach kurzer persischer Einleitung I. (S. 4.)
II. (S. 23.) Antwort eines Predigers an einen, der ihn von
einem auf der Stadtmauer sitzenden Vogel fragte, ob dessen Kopf
oder dessen Schweif trefflicher oder vorzüglicher.
III. (S. 31.) Schimpf auf verdorbenen Ruf, welcher den Glauben
gehörig zu gemessen hindert.
IV. (S. 35.) Zuflucht zu Gott wieder die Unruhe des freien
Willens, vor dem sich Erde und Himmel fürchten.