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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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anzugeben,  oder  von  der  ganzen  Inschrift  eine  Art  Abbildung  zu
schicken,  die  auf  folgende  Art  leicht  gemacht  wird,  indem  man
feucht  gemachtes  Papier  auf  die  Inschrift  legt,  mit  einer  weichen
Bürste  darauf  schlägt,  wodurch  die  vertieft  gemachten  Buchstaben
erhaben  zum  Vorschein  kommen.”

Hr.  Custos  Diemer  setzt  die  Mittheilnng  seiner:  „Kleinen ­
  Beiträge  zur  älteren  deutschen  Sprache  und
Literatur”  fort.
Nr.  IV.
Der  II.  Theil  der  Hs.  (vgl.  Seite  479  oben)  Bl.  122 b  col.  1  bis
134 11  col.  2,  enthält  von  einer  andern  Hand,  vielleicht  des  15.  Jh.,
historische  Notizen  in  deutscher  Prosa,  die  mir  jedoch  von  geringem ­
  Belang  scheinen.  Der  Anfang  lautet:
(roth)  Hainricus  sextns.
(schwarz)  [D]  0  man  zalt  von  Xrus  gepurt  MCLxxxxj  jar.
do  erwelten  die  kürfursten  Hainreichs  sun  des  sechsten  (1.Heinreich
den  sechsten)  der  betwang  Buller  lannd  jn  seinen  ersten  jar,  vnd
an  sand  johannstag  ze  sunnwenden  erlasch  die  sunn  von  tercz  vncz
ze  non  zeit,  vnd  als  erleschen  der  sunne  künftig  übel  bedeut  also
kam  vil  Übels  darnach.  Es  cham  solich  regen  vnd  toner  vnd  blick
schuzz  der  geleich  vor  nie  gesehen  noch  gehört  wart.  Es  wart  vil
vnfrits  jn  lannden  man  sach  auch  brinnund  rappen  koln  in  jren
Snabeln  furen  vnd  heuser  anstossen,  do  er  acht  jar  regnirt  do
wart  jm  vergeben  vnd  leit  ze  Speie.
Schluss:  Er  (Karl  der  Gr.)  het  auch  kind  pey  ainem  and’n
weib  dew  liies  vastrat  (Fasträda  ,  seine  dritte  Gemalilinn).  Er
hat  auch  and’  kind  genueg  pey  and’n  weiben.  Er  lies  auch  alle
seine  kind  leren  vnd  ir  hueten  mit  grossem  ileis.  Er  wolt  auch
seiner  tochter  kainen  man  geben  das  was  ain  gros  wunder  das  ain
so  salig  man  aussen  vnd  dahaim  des  nit  mocht  vbrig  werden  er
wurd  betrübt  mit  seinen  tochtern,  da  sy  mit  kranchken  lewten
geczigen  wurden  das  v’trug  er  mit  grosser  geduld  als  er  ez  nie
vernomen  het.  Er  machet  vor  seinem  tod  seine  sun  ludweigen  das
reich  vntertan  vnd  starib  mit  gutem  gelauben  vnd  ward  begraben
ze  Achen  in  sand  marien  munst’  das  er  selber  het  lassen  pawen.  —
            
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