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Fest verschlossen war des Bades Pforte,
Und durchsuchet wurden alle Orte,
Undurclisuchet auch kein Winkel blieb,
Doch es fand sich weder Stein noch Dieb,
Ernstlich ward durchstöbert jede Falte,
Mund und Ohr und jede and're Spalte,
Oben, unten und an allen Ecken
Wo das Kleinod konnte sich verstecken.
Endlich rief man: zieht euch Alle aus,
Alte oder Junge in dem Haus!
Und die Kammerfrau durchsuchet alle,
Dass verlorner Stein ins Auge falle.
Dem Nafsüli ward übel es zu Muth,
Blaue Lippen, Wangen ohne Blut,
Denn er sah sich schon des Todes Raub
Und er zitterte wie Espenlaub;
Oefters sprach er: „Herr mein Gott verzeihe,
„Dass gebrochen ich Vertrag und Reue!”
„Straf’ der Sünde folgt ihr auf dem Fuss
„Und cs bricht herein der schwarze Fluss,
„Wehe! kömmt an mich des Suehens Reih’
„Wie entgeh’ ich dieser Tyrannei!
„Tausend Funken fallen in mein Herz,
„Schliess’ aus meinem Flehen auf den Schmerz;
„Kein Ungläub’ger solche Pein ausbade!
„Deinen Saum ergriff ich, Gnade! Gnade!
„Hätte mich die Mutier nicht geboren!
„Hält’ ein Lüw’ gefasst mich bei den Ohren!
„Wohl verdien’ ich es, dass eine Schlange
„Mich aus jedem Loch anblas’ und fange,
„Ohne Herz von Slein und Seel’ von Stahl,
„Lag ich längst im Blut von dieser Qual,
„Zeit und Lebenshauch sind mir zu enge,
„Rette mich, mein Gott, aus dem Gedränge!
„Wenn du rettest mich in dieser Zeit
„Hab’ ich das Unrechte recht bereu’t,
„Nimm die Reue an nur diesesmal,
„Und ich trag’ Bussgürtel ohne Zahl !
„Sollte ich noch einmal mich empören,
„Sollst du nimmer mein Gebet erhören!”
So wehklaget er mit Thränen ächten;
„Ach! verfallen bin ich Henkersknechten,
„Franken selber sollten so nicht sterben
„Und Gottlose nicht mir gleich verderben!”
So beweint’ er seine Siind’ und Mängel,
Schaute schon vor sich den Todesengel;