LII, (S. 240.) Die verleumderischen Emire kommen um Mitternacht
das verschlossene Cabinet des Ajaf zu untersuchen, in
welchem sie aber Nichts als die Schuhe und das Fell finden.
LIII. (S. 242.) Die Verleumder begeben sich zum Schah,
vor dem sie beschämt dastehen, wie jene, welche auf Propheten
falschen Verdacht werfen, wenn diese .als rein erscheinen.
LIV. (S. 243.) Der Padischah genehmigt die Reue der Verleumder,
welche das Cabinet eröffnet hatten, überlässt sie aber
dem Ajaf, dessen Ehre sie angegriffen hatten.
LV. (S.245.) Der Schah überlässt dem Ajaf zwischen Verzeihung
und Bestrafung zu wählen, indem sowohl Milde als Gerechtigkeit
jedes ihre gute Seite habe.
LVI. (S. 249.) Geschichte zur Erläuterung des Wortes:
Wir haben so viel gesprochen und erfahren, wir wollen uns nun
gedulden und schweigen.
LVII. (S. 250.) Von dem unschicklichen Worte, wie das der
Ungläubigen als sie den Propheten fragten, wer Himmel und Erden
erschaffen habe.
LVI11. (S. 255.) Geschichte der Reue des Nafsüh, d. i.
einer aufrichtigen Reue von der ein Rückfall eben so wenig denkbar,
als die Rückkehr der Milch, welche der Brust entflossen in die
Warzen derselben. Diese Geschichte, welche durch fünf Absätze
läuft, folgt hier in der ganzen Uebersetzung wegen der Wichtigkeit
der Legende, wodurch eine Stelle des Korans ein ganz anderes
Gesicht erhält, als derselben die bisherigen Uebersetzer des
Korans gegeben haben, es ist der 8. V. der LXVI. S. <). Maraccius
übersetzt dieselbe: o qui crcdidcnait convertimini adDcum conversione
vera, und sein Nachbeter Kazimirski: 0 croyonts!
repentez-vous d’un repenlir sincere, Beidhawi erläutert die
Stelle in diesem Sinne und im Kamus ") wird das Wort Nafsuh
mit Anführung dieses Verses und Beidhawi’s als aufrichtige
Reue erklärt, allein aus dem Mesnewi und seinem Commentare
lernen wir, dass Nafsüh hier einen eigenen Namen bedeute, und
dass dieReueNafsüh’s nur eine Metonymie für aufrichtige Reue sei.
s ) Konstanlinopolitaner Ausgabe, I. Bd., 527. S.