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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Ueber  Heimatbsliebe  geh  hinaus,
Deine  IJcimath  liegt  im  and'ren  Haus,
Hcimalhgränze  ist  nicht  Flusses  Lauf,
Fasse  recht  den  Sinn  des  Wortes  auf.
Hier  ist  .also  von  den  beiden  .anderen  Fischen  gar  keine  Rede,
und  ohne  die  Rekanntschaft  mit  dem  Originale  wurde  dieser  Apolog
ganz  unverständlich  sein;  die  Lehre,  welche  der  Dichter  daraus
zieht,  ist,  dass  die  Rettung  der  Heimatbsliebe  vorausgehe.
LXX.  (S.  252.)  Von  den  jedem  Gliede  besonders  angeeigneten ­
  Gebetformeln  bei  der  gesetzlichen  Abwaschung.
LXXI.  (S.  252.)  Einer  sagte  bei  der  gesetzlichen  Abwaschung
der  Schamtheile,  statt  der  dabei  üblichen  Gebetformel:  OGott
setze  mich  unter  die  Reuigen  und  Gereinigten,  die
beim  Mundausspiilen  übliche  Gebetformel:  0  mein  Gott  durchd
  ii  f  t  e  mich  mit  dem  Duft  des  Paradieses!
LXXII.  (S.  258-)  Der  Dumme  hält  nicht  das  Versprechen,  das
ihm  in  der  Gefangenschaft  abgenöthiget  wird.
LXXIII.  (S.  260.)  Der  Wahn  (wehm)  ist  das  Gefühl  (das
Herz)  der  Vernunft;  Gespräch  zwischen  Moses,  der  die  Vernunft
und  Pharao,  der  den  Wahn  vorstellt.
LXXIV.  (S.  269.)  Die  Auffassung  jedes  Sinnes  hat  keine
Kunde  von  der  Auffassung  des  andern.
LXXV.  (S.  281.)  Die  Erde,  woraus  der  Mensch  gebildet,
kann  wie  gutes  Metall  geglättet  werden,  und  zeigt  dann  als  geglätteter ­
  Spiegel  die  Bilder  des  Paradieses,  der  Hölle  und  des
jüngsten  Tages;  auf  der  folgenden  S.  282  die  Verse:
Frischen  Staub  ilcs  Leihs  zum  Spiegel  glätte,
Weil  derselbe  annimmt  Glanz  und  Glätte,
Dass  du  schauest  die  verborgnen  Dinge,
Engel  und  Huri  ins  Aug’  dir  springe.
LXXVI.  (S.  286.)  Moses  sagt  dem  Pharao  :  nimm  von  mir
einen  Rath  und  vier  gute  Eigenschaften  an,  und  Pharao  fragt,
welche  diese  seien.
LXXVH.  (S.  288.)  Meses  erklärt  diese  vier  guten  Eigenschaften. ­


der  Coimnentar,  es  heisse  Consilium  mulicria,  was  wohl  irrig,  indem
fen  hier  nicht  das  Weib  bedeutet,  sondern  das  Particip  von  se  den  ist,
wie  im  vorhergehenden  Verse;  wenn  das  zweite  len  Weib  bedeuten  sollte,
so  wäre  dasselbe  ganz  bei  den  Haaren  hergezogen.
Silzb.  d.  ptail.-hist.  CI.  VII.  Bd.  IV.  Hft.  50
            
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