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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Der  Vernunft  theilweiser  Fünftelsaft,
Ist  nichts  anders  als  die  Wissenschaft,
Unterrichts  empfänglich  ist  Verstand,
Aber  nur  durch  der  Propheten  Hand,
Alle  Künste  wurden  offenhart,
Doch"  Vernunft  verbessert  ihre  Art.
Durch  den  Meister  wird  gelehrt  die  Zunft,
Ohne  Meister  hilft  Nichts  die  Vernunft,
Mögen  auch  Haar  spalten  hohe  Geister,
So  bedürfen  sie  doch  stets  der  Meister;
Wenn  Vernunft  begabt  mit  Wissen  wäre,
Ging  sie  nicht  zum  Meister  in  die  Lehre.
XLIV.  (S.  135.)  Kain  lernet  die  Kunst,  ein  Gräb  (für  Abel)
zu  graben  vom  Raben.
XLV.  (S.  142).  Die  Erzählung  vom  Ssofi,  der  im  Rosenbeete ­
  den  Kopf  auf  das  Knie  der  Betrachtung  legt:
S  s  o  fi,  in  Betrachtung  auf  der  Flur,
Kopf  auf’s  Knie,  sann  über  die  Natur.
Während  er  versunken  in  Betrachtung,
Hatten  Menschen  dessen  keine  Achtung,
Einer  sprach:  Du  hast  im  Schlaf  nicht  Acht
Auf  des  grünen  Haines  Rosenpracht,
Nicht  auf  Gottes  Wort,  das  saget:  schaut
Male,  die  den  Herrn  verkünden  laut;
Jener  sprach  —  im  Herzen  sind  die  Male,
Diese  äuss’ren  sind  nur  Dinge  schale.
Flur  und  Grün  sind  in  des  Auges  Sein
Von  dem  Inn’ren  nur  der  Widerschein,
Wie  die  Bilder  in  der  Fluth  sich  regen,
Jene  in  der  Seele  sich  bewegen,
Grün’  und  Blum'  sind  in  dem  Rosenhain
Nur  des  inneren  Bildes  Widerschein;
Deshalb  nannte  der  Prophet  die  Welt:
Haus,  worin  das  Nicht’ge  nur  gefällt.
In  diesen  Versen  ist  die  Lehre  der  Ssofis,  dass  alle  Dinge,
welche  in  die  Sinne  fallen,  nur  ein  schwacher  Abdruck  der  im
Inneren  befindlichen  Idee  seien,  klar  genug  ausgedrückt,  doch
selbst  dieses  Philosophem  wird  auf  eine  Stelle  der  Ueberlieferung
  gegründet.
XLVI.  (S.  144.)  Erzählung  von  der  Charub  (Bockshörnleinpflanze), ­
  welche  in  einem  Winkel  des  Tempels  Salomon’s
wuchs,  und  diesen  als  ein  Vorzeichen  der  endlichen  Zerstörung
des  Tempels  betrübte.
            
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