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Der Vernunft theilweiser Fünftelsaft,
Ist nichts anders als die Wissenschaft,
Unterrichts empfänglich ist Verstand,
Aber nur durch der Propheten Hand,
Alle Künste wurden offenhart,
Doch" Vernunft verbessert ihre Art.
Durch den Meister wird gelehrt die Zunft,
Ohne Meister hilft Nichts die Vernunft,
Mögen auch Haar spalten hohe Geister,
So bedürfen sie doch stets der Meister;
Wenn Vernunft begabt mit Wissen wäre,
Ging sie nicht zum Meister in die Lehre.
XLIV. (S. 135.) Kain lernet die Kunst, ein Gräb (für Abel)
zu graben vom Raben.
XLV. (S. 142). Die Erzählung vom Ssofi, der im Rosenbeete
den Kopf auf das Knie der Betrachtung legt:
S s o fi, in Betrachtung auf der Flur,
Kopf auf’s Knie, sann über die Natur.
Während er versunken in Betrachtung,
Hatten Menschen dessen keine Achtung,
Einer sprach: Du hast im Schlaf nicht Acht
Auf des grünen Haines Rosenpracht,
Nicht auf Gottes Wort, das saget: schaut
Male, die den Herrn verkünden laut;
Jener sprach — im Herzen sind die Male,
Diese äuss’ren sind nur Dinge schale.
Flur und Grün sind in des Auges Sein
Von dem Inn’ren nur der Widerschein,
Wie die Bilder in der Fluth sich regen,
Jene in der Seele sich bewegen,
Grün’ und Blum' sind in dem Rosenhain
Nur des inneren Bildes Widerschein;
Deshalb nannte der Prophet die Welt:
Haus, worin das Nicht’ge nur gefällt.
In diesen Versen ist die Lehre der Ssofis, dass alle Dinge,
welche in die Sinne fallen, nur ein schwacher Abdruck der im
Inneren befindlichen Idee seien, klar genug ausgedrückt, doch
selbst dieses Philosophem wird auf eine Stelle der Ueberlieferung
gegründet.
XLVI. (S. 144.) Erzählung von der Charub (Bockshörnleinpflanze),
welche in einem Winkel des Tempels Salomon’s
wuchs, und diesen als ein Vorzeichen der endlichen Zerstörung
des Tempels betrübte.