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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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den  Hefle  Aufsätze  enthalten,  die  neue  Zeugenschaft  für  ihre  auf
umfassenden  Vorstudien  ruhende  Einsicht  liefern.
Der  erste  dieser  Aufsätze:  „Ueber  die  Bedeutung  der  Aufschrift ­
  CONOB  oder  überhaupt  des  OB  auf  byzantinischen  Münzen”
gibt  eine  genügende  Lösung  dieses  numismatischen  Räthsels,  an
dem  sich  schon  vor  derZeit  unseres  Eckhel’s,  des  Vaters  der  Wissenschaft, ­
  und  bis  in  unsere  Tage  so  viele  Gelehrte  versucht  hatten. ­
  —  Mit  gleichem  Scharfsinne  thut  der  zweite  Aufsatz:  „DieCistophoren
  des  T.  Ampius  Baibus”  das  Jahr  dar,  mit  welchem  die
Aera  der  Provinz  Asia  beginnt.
Bei  dem  Eifer,  mit  welchem  das  königliche  Cabinet  in  der
Bereicherungseiner  Sammlungen  fortfährt,  können  Aufsätze,  wie
diejenigen  „über  die  Münzen  Kleinasiens”  und  „über  griechische
Münzen  aus  der  Sammlung  des  Herrn  Güt  erb  o  ck”  nur  höchst
willkommen  sein.  —  Sie  bringen  Neues  und  vermehren  die  Erfahrungen. ­
  —  So  bestätigt  schon  die  erste  Münze  der  ersten  Tafel
eine  von  mir  an  Münzen  von  Sicyon  gemachte  Erfahrung,  dass
das  Quadratum  incusum  in  manchen  Prägestätten  ziemlich  weit
herauf  noch  im  Gebrauche  war.  —  Andere  Münzen  berichtigen
frühere  Zutheilungen  oder  füllen  Lücken  aus,
Herr  C.  Curtius,  in  einem  Aufsatze  über  Arkadische  Münzen, ­
  tritt  mit  Recht  der  von  Olfried  Müller  aufgestellten  Behauptung ­
  entgegen,  aisgäbe  es  erst  seit364  v.  Ch.  arkadische  Gesammtmünzen.
  —  Der  gelehrte  Verfasser  der  neuesten  historisch-geographischen ­
  Beschreibung  des  Peloponnesus  sucht  mit  Scharfsinn
die  Mittelpunkte  nachzuweisen,  in  denen  die  in  Bild  und  Gewicht
gleichartige  Landesmünze  geschlagen  wurde,  die  in  so  vielen
Exemplaren  sehr  alten  Styles  vorliegt.  —  Der  Bedarf  scheint
mir  frühzeitig  zu  einer  Vereinbarung  geführt  zu  haben,  von
welcher  wir  ja  auch  anderorlsund  in  der  Halbinsel  selbst  Beispiele
finden.
Ein  höchst  verdienstlicher  Versuch  von  Herrn  Ko  n  er  „Beiträge ­
  zur  Münzkunde  Lyciens”  beantwortet  die  Frage,  welche  die
in  keinem  alten  Schriftsteller  zusammen  genannten  dreiundzwanzig ­
  Städte  des  Lycischen  Bundes  waren.  —  Herr  Momsen  aber
geht  mit  Muth  in  die  undankbare  Materie  der  Follarmünzen  ein,
während  Herr  Parthey  eine  erschöpfende  Zusammenstellung
der  Gaumünzen  Aegyptens  und  Alles  dessen,  was  über  sie  bekannt
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